Wenn ein/e Angehörige/r stirbt, ist die Bestattung Ihrer Wahl diejenige, die sich um die komplizierten Abläufe kümmert. Jener Teil, der mit der Verabschiedung zu tun hat, das Begräbnis, wird nach wie vor von Priester geleitet.

Damit das Begräbnis eine gute Möglichkeit für den Abschied werden kann, ist es ratsam sich mit dem Begräbnisvorsteher zuvor zu treffen. Die Bestattung informiert unsere Pfarrei über den Todesfall Ihres/r Angehörigen, wir geben der Bestattung schliesslich Bescheid, ob einer unserer Seelsorger an dem betreffenden Termin vorstehen kann. Auf diese Weise kommt der Kontakt zwischen Ihnen und dem Begräbnisleiter zustande.

Vor der Besprechung zum Begräbnis ist es sehr hilfreich, wenn Sie einen kurzen Lebenslauf des/der Verstorbenen anfertigen.

 

"Niemand lebt für sich selber; niemand stirbt für sich allein. Im Leben und im Sterben gehören wir gemeinsam zu Gott, dem Herrn über die Lebenden und die Toten."

Römer 14,7-9

 


2025


✞ Paul Zimmermann (15. August 2025)

Liäbe Papa

Du hast uns so vielgegeben – vielmehr, als Worte je ausdrücken können. Dochheute wollen wir es trotzdem versuchen.

Am 21. Dezember 1953 wurdest du alssechstes Kind vom Greeto Leosch Hubi und der Paula Zimmermann geboren. Mit deinen drei Schwestern und zwei Brüdern bist du in Visperterminen aufgewachsen – in einfachen Verhältnissen, aber mit einem grossen Herzen und einer noch grösseren PorƟon Lebensfreude. Duhast uns oŌ von deiner Kindheit erzähltvon harten Wintern, von Streichen, schönen Sommern auf der Alpe,von den langen Schulwegen und der Schulsuppe

Deinen Weg ins Berufsleben hast du mit einer Lehre als kaufmännischer Angestellter bei der Bringhen AG begonnen. Später zog es dich zur SBG Vispder heutigen UBS / Credit Suisse. Auch in Zürich hattest du eine Zeitlang gearbeitet, kehrtest aber bald einmal wieder zurück zur SBG Visp.Dort warst du nicht nur ein tüchtiger Bankangestellter, sondern hast auch deine grosse Liebe getroffen. Mit ihr hast du dein Glück gefunden und eine Familie gegndet, die für dich immer das Zentrum deines Lebens war.

Deine berufliche Heimat hast du jedoch auf der Gemeindekanzlei in Visperterminen gefunden. In Tärbinu hast du nicht nur bis zu deiner Pensionierung gearbeitet, sondern auch immer hie brüecha gelebt. Du kanntest jeden und alle kannten dich. Um einen lotten Spruch oder ein Witzji warst du nie verlegen. Den Schalk inden Augen hat man dir immer angesehen.

Besonders stolz warst du auf deine Enkelkinder Chiara und Valentina. Ganz Tärbinu wusste von ihnennicht zuletzt, weildu Fotos von Chiara ganz oziell im Büro aufgehängt hast. Duwarst eben ein Grosspapa mit Leib und Seele. Leider blieb dirdas Kennenlernen deines 3. Enkelkindes verwehrt. Wir sind uns aber sicher, dass du nun deine schützenden Hände über sie alle hältst.

Ein Leben ohne Geselligkeit war für dich unvorstellbar. So warst du z.B. Mitglied im «Grittu Club». Jeden Winter habt ihreuch auf dem Giw getroffen und ein paar schöne Stunden miteinander verbrungen.

Deine grosse Leidenschaft war aber die Musik. Alsjunge Burscht warst du Mitglied inder Tanzmusik Colorados, wo du so manches Fest gespeilt und mitgefeiert hast. Auch inder Musikgesellschaft Gebüdemalp warst du über 40 Jahre ein treues Mitglied. Mit Herz, Takt und Humor hast du Posaune gespielt. So durfte auch ich viele Jahre stolz zusammen mit dir in den Reihen der Gedemalp marschieren. Danach ging es mit der Blaskapelle Sempre Avanti weiter. Dein SpitznamePosüner Pöili“ war weit und breit bekannt.

Ebenso leidenschaftlich standest du auf der Theaterbühne. Viele Rollen waren wiefür dich gemacht. Na ja, das Hochzeitskleid im Stück «Alls im Gri» musste schon etwas angepasst werden Diese Leidenschaft fürs Theater spielen hast du auch Patrick mit auf den Weg gegeben und ihr beide konntet einige Male zusammen auf der Bühne stehen. Sogar als Schnitzelbänkler bist du durch die Beizenvon Tärbinu gezogen und hast mit spitzer Zunge und viel Charme das Publikum zum Lachen gebracht. Denken wirnur an den Luigi von Bergamo va Italia wa in di Svizzera isch cho ver lavorare und bizeli Gäld verdiene

Das Leben hält sich bekanntlich nicht immer ans Drehbuch, welches man sich in den Kopf gesetzt hat. So hast du an Maira Himmelfahrt, einem Lieblingsfeiertag von dir, die letzte Reise angetreten.

Papa, du hast unser Leben reich gemacht – mit deiner Wärme, deinem Humor, deiner Verlässlichkeit. Deine Sprüche und Neckereien werden wir immer in Erinnerung behalten, auch wenn ich immer noch nicht recht weiss, was denn «Porschersche la Blüm la Geissolstäck heissen soll.

Wir vermissen dichjeden Tag – aber wir sind auch unendlich dankbar für alles. In Liebe

Sandra & Patrick


✞ Fidelis Zimmermann (15. August 2025)

Fidelis geboren am 27. Juli 1934 als Sohn von Otto und Agnes Zimmermann-Stoffel. Er wuchs als zweites von sieben Kindern in Visperterminen auf.

Als junger Mann arbeitete er in der Garage Albrecht in Visp. Früh erwarb er das Permit als Buschauffeurein Schritt, der sein Leben prägte. Mitnur 26 Jahren musste er sich erstmals richtig beweisen, als er nach dem frühen Tod seines Vaters den Betrieb übernahm. Mit Begeisterungund viel Herzblut widmete er sein Berufsleben dem Postauto. Wo immer er eines erblickte, zog es seine Aufmerksamkeit auf sich.

1961 lernte er in Visp seine Margrit kennen. Sie heirateten am 2. Juni 1962. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor: 1963 Jean-Claude, und zwei Jahre später,die Zwillinge Nadia und Natalie. Gemeinsam meistertedie Familie zu fünft das Leben Seite an Seite.

Ein besondererMoment weckte seine Leidenschaft für die Vögel: Als er vor über 60

Jahren vor seinem Schlafzimmerfenstert ein Nest eines Stieglitzes mit frisch geschlüpftenJungen entdeckte. Während 26 Jahren dokumentierte Fidelis sorgfältig und handschriftlich auf über 50 Seiten seine Vogelbeobachtungen sowie seine Erlebnisse in der Natur – alleine, mit Margrit, den Kindern, Enkel- und späterauch mit seinen Urenkeln.

Eine weitere grosse  Leidenschaft war das Wandern.  Für die Familie war klar: Die Sonntage gertendem gemeinsamen Unterwegssein. Bis ins Alter von 85 Jahren wanderte Fidelis, wann immer es ihm möglich war.

Ein Ort, der ihm besondersam Herzen lag, war Italienvor allem das Städtchen Arona, wo die Familie über viele Jahre ihre Ferien verbrachte und Fidelis seinen obligaten Biciere Vino Rosso genoss.

Auch für sein Dorf war Fidelis mit viel Engagementda. Unter anderemwar er Acht Jahre lang als Gemeinderatin Visperterminen tätig. Gesellig und offen, kannte  er viele Menschen.

Nirgends war er gcklicher als im Kreis seiner Liebsten. Auch für seine Enkel unUrenkel war er von Herzen da – in bester Erinnerung bleibt ihnen sein Gignol“ und Muslu“ wie auch die berühmte Zeichnung vom Jäger.

2021 zog er ins Paulusheim, wo er in den letzten Jahren mit viel Zuneigung begleitet und gepegt wurde.

Am frühen Morgen des 15. August schlief Fidelis ruhig und friedlich ein.

Jetzt, liebe Fidelis, darfsch dü dini letschtosch Reis mit dinum gliebtu Poschtauto machu. 


✞ Huberta Margelist-Heinzmann (03. August 2025)

D’Huberta isch am 18. Dezember 1967 giboru. Irusch Eltru sind der Hubert und d’Edith Heinzmann. Schi isch d’Jungschta fa 6 Geschwisterti, wa alli sehr stolz sind gsi, no as Schwesterli z’vercho. Als Chind het schi vill Ziit ne Gafini verbrungu und öi als Erwachsuni isch gäru da gsi.

Na der obligatorisch Schüelziit het schi d’Üsbildig zer Pflegefachfrou gmacht und aschliessend 40 Jahr im Spital z’Visp und ‘zBrig uf verschiedene Abteilige gschafft. Zwischudurch isch d’Huberta öi sehr gäru da reisu. 

Vor 28 Jahr het d’Huberta z’Visp im Spital der Thomas kännuglert.

Am 19. Dezember 2000 hent schi de zivilisch gheiratut. Also genau zwischu de Giburtstäg fa der Huberta und dum Thomas. An dene 3 Täg hent schi immer zämu epis unernu, was schi sehr gignossu hent.

Im 29. Mai 2002 isch de d’erscht Tochter, die Carla uf d’Wält cho. Im 14. September 2002 het d’Huberta und der Thomas ufum Simplon kirchlich gheiratut und die Carla gitöüft.

Am 22. November 2004 hent schi irusch zweit Tochter, d’Jana, vercho.

D’Huberta isch vill ga wandru, sigs mit der Familie, mit de Kolleginne oder öi speter de mit dum Hund. In irusch Friizit isch öi sehr gäru im Gartu gsi oder het schich um d’Räbe gikümmrut oder churz gseit, vorna iner Natur is fer schi am schönstu gsi. Wennsch nit gat aswas am puchijiu isch gsi, hetsch vill gläsu oder Spili gspilt.

Die Kolleginne und der Zämuhalt isch der Huberta sehr wichtig gsi, wie 1x im Monat an Spillabund oder zämu ga Schneeschüehlöüfu. Schi isch vili Jahr Aktivmitglied im Samariter und im Trachtuverei gsi.

Fer d’Huberta isch as Highlight fam Jahr d’Fasnacht gsi, was schi schich gäru verchleidut, fäschtut und natirli gitanzt hent.

Nit nur der Zämuhalt mit de Kolleginne, sondern öi mit de Gschwisterti isch fer schi immer wichtig gsi. Darum hensch jedes Jahr, Anfangsch November, as Gschwister-Wuchunänd gmacht und zämu Ziit verbrungu, wa schi schich jedes Jahr ufs Nöüjia druf gfreut hent.

Aber äs het nit nur schöni Ziite gigä, sondern öi schweri Schicksalsschläg. Sigs irusch gliebt Schwester die Germana wasch 2017 verloru het, aber öi der Erich, irusch Schwager wa im 2019 gstorbu isch.

Im 2023 het d’Huberta zämu mim Thomas an Tröim erfüllt und schich an gemeinsame Camper köüft. In dem Jahr sinsch vil unerwägs gsi und öi uf Belinzona gangu, wa der Thomas schi fer d’negschtu gmeinsam 25 Jahr gefregt het. Genau an dem Ort, wa d’Huberta vor 23 Jahr dum Thomas der Heiratsatrag gmacht het.

Im Mai 2024 het schi de die Diagnosa Lymphdrüsenkrebs vercho. Sofort hensch mit der Chemo gstartut wasch öi sehr güet vertreit und gwirkt het. Im Herbst hetsch de öi wieder agfangu z’schaffu.

Endi April 2025 isch d’Huberta währund de Camperferie krank gwordu, fa der schi schich nie richtig erholt het.

Am 26. Mai het schi de inu Spital z’Visp miesu, wasch schi de speter uf Bäru verlegt hent. 9 Wuche voller Trüür, Hoffnige und Enttüschige sitens Therapie sind vergangu.

Am 03. August isch d’Huberta nach schwerer und unklarer Chrankheit sanft im Bisii fa irusch Familie entschlafu. Schi isch zrug bi irusch Eltru, Schwester, Schwager und Schwiegervater.

D’Huberta isch immer an Kämpferi und voller Müet gsi. Immer hetsch as offus Ohri kä und isch fer eine da gsi. Dü wirsch fer iisch immer as Vorbild si.

Mama wier wärde dich immer liebu.


✞ Raymund Stoffel (14. Mai 2025)

Remo Stoffel wurde im rz 1933 als erstes von acht Kindern von Aloisia und Rudolf Stoffel geboren. Er verbrachte seine Kindheit hrend  den Kriegsjahren in einfachen, von der Landwirtschaft geprägten Verhältnissen in Visperterminen. Als in den Nachkriegsjahren Innovation und Fortschritt auch in unserer Region schnell Einzug hielten, fand auch Remo – wie rund

200 weitere TerbinerArbeit im Chemiewerk Lonza. Hier arbeitete er bis zu seiner Pensionierung als Chemielaborant im Schichtbetrieb.

In den frühen 60er Jahren baute er zusammen mit zwei Geschwistern ein Haus in den Furren und heiratete 1963 Antonia Kalbermatter. Mit ihr war er nun mehr als 60 Jahre verheiratet. Zusammen zogen sie vier Kinder auf: zwei dchen Sara und Delphine sowie zwei Buben Rainer und Ruedi.

Neben seiner Arbeit war die Landwirtschaft immer ein wichtiger Bestandteil in seinem Leben und nach der Schichtarbeit in der Lonza, war sein Tagwerk noch nicht getan. Fast jeden Tag verbrachte er mehrere Stunden mit der Vieh-oder Schafzuchtvor allem aber im Rebbau.

Zwanzig Jahre war er Mitglied der Musikgesellschaft Gebüdemalp. Sein eigentliches Hobby war aber die Jagd und oft nahm er eines der Kinder mit auf die Pirsch. Die zwei Wochen Hochjagd waren eigentlich seine einzigen längeren Ferien. Mit den Jahren und dem fortschreitenden Alter gab er die Vieh- und Schafzucht auf und er hat sich nach seiner Pensionierung 1996 auf den Rebbau konzentriert.

Ihm war es sehr wichtig, dass wir Kinder etwas Rechtes lernen und eine gute Ausbildung erhalten. Dabei hat er uns stetsgrosszügig unterstützt. Auch seine sechs Enkelkinder – Joel, Janis, Fabrice, Julia, Anna und Katharina – erfüllten ihn mit Stolz, und er freute sich sehr, wenn sie ihn besuchten. Etwas mehr Mühe bereitete ihm die Tatsache, dass alle seine Kinder das Dorf verlassen hatten und nur Sara zumindest im Wallis blieb. Erhätte  es gerne gesehen, wenn jemand  seine Arbeit, insbesondere im Rebbau, weitergeführt hätte, um die Traditionen des Dorfes zu bewahren. Das war ein Thema, das ihn bis zuletzt bewegte.

Bei Remo war immer etwas los: Mal wurde der Rebberg erweitert,  mal ein Haus renoviert oder ein Baumgarten angelegt.Noch mit 50 Jahren machte er zusammen mit seinem ältesten Sohn Rainer den hrerschein und mit

60 renovierte er eine Alphütte. Er interessierte sich auch sehr für das Weltgeschehen und war daber stetsgut informiert. Bis ins hohe Alter erfreute  er sich bester Gesundheit und ging fast jeden Tag mit seiner Frau Antonia in den Garten oder in den Rebberg. Man kann wohl sagen, die Parmili war sein zweites Zuhause. Auch hin und wieder eine Reise an einen schönen Ort gerte fest zum Jahresablauf. Bis letzten Sommer fuhr er noch selbst Autound das ganz ohne Brille! Gesundheitlich zu schaffen machte ihm nur eines seiner Fussgelenke, das mit den Jahren steifer wurde und ihm das Gehen erschwerte.

Mehrmals in den letzten Jahren hat er zu uns Kindern gesagt: ihr könnt euch auf die Pensionierung freuen, es ist wunderbarhier in Visperterminen. Letzten Sommer nach einer Lungenentzündung wurde er dann h aus dieser Idylle gerissen und es ging dann mit Remo und seiner Gesundheit steil bergab. Schliesslich wurde er in kurzer Zeit zum Pegefall, was ihm sehr zu schaffen machte.

Nach einem erllten Leben ist Remo nach kurzer Krankheit am vergangenen Mittwoch, dem 14. Maidem Geburtstag seiner rsorglichen und lieben Frau Antoniaim Alter von 92 Jahren friedlich r immer eingeschlafen. Remo hinterlässt eine Lücke bei uns, und es ist ein trauriger Moment. Doch wir nden Trost in dem Wissen, dass sein Leiden nun ein Ende hat – und in unserem Glauben, dass Remo nun im Himmel beim lieben Herrgott über uns wacht.


✞ Hubert Zimmermann (11. Februar 2025)


✞ Emil Briggeler (15. Dezember 2024)

Emil, Sohn von Luisa und Florentin, wurde in Visperterminen geboren und war tief mit seiner Heimat verbunden.  In jungen Jahren erlernte er das Handwerk des Maurers bevor er später über 22 Jahre hinweg bei der Lonza arbeitete. Sein Berufsleben war geprägt von Fleiss, Ausdauer und grossem Verantwortungsbewusstsein.

Er war ein Mensch voller Leidenschaft und Engagement.  Schon von jung an setzte er sich mit Hingabe ein. Ais Senn und Hirte für die Kühe und später als Schäfer verbrachte er unzählige Sommer mit der Familie im Nanztal. Auch als Gründungsmitglied der St. Jodern Kellerei oder als Fenner vom Schiessverein und aktives Schützenzunftmitglied war er stets engagiert. Emil hegte jahrelang seine Reben mit grosser Leidenschaft und verbrachte viele Stunden im Sattolti wo er mit seiner Vespa und Margaretha im Gepäck unterwegs war, welche er bereits in jungen Jahren kennenlernte.

66 Jahre lang war er mit seiner geliebten Ehefrau verheiratet - eine Ehe, in der Hingabe, Respekt und liebevolle Verbundenheit jeden Tag aufs Neue lebendig wurden.  Diese Hingabe und Werte wurden stets an die Familie weitergetragen.

Gemeinsam zogen Emil und Margaretha vier Kinder gross. Marietta, Bernardo, Patricia und Patrick. Die Kinder schenkten ihm später 6 Enkelkinder und ein Urenkelkind.  Die Familie stand für Emil stets im Mittelpunkt. Gemeinsam mit der Familie hat er viele tolle gemeinsame Tage verbracht.  Ob im Meiggerli, im Nanztal oder Zuhause - stets wurde bereits beim Betreten der Wohnung Trockenfleisch und Chuchisuppa aufgetischt.

Die Familie war und blieb Emils grösster Schatz, sein "A und 0". Besonders in der Weihnachtszeit leuchtete Emils Herz am hellsten. Mit grosser Freude und stets einem breiten Lächeln packte er die Geschenke im Kreise seiner Familie aus, wodurch diese Zeit zu einem unvergesslichen Höhepunkt für alle wurde.

Er war ein Mensch mit feinem Gespür für die wahren Werte und strebte nach dem Glück und erkundigte sich stets nach dem Wohlsein seiner grossen Familie.

Er mochte den Schalk, den Witz und die Leichtigkeit, mit denen er seine Mitmenschen ansteckte.

Emil war ein Mensch voller Leidenschaft. Während er im Winter vor dem Fernseher gebannt die Skirennen verfolgte, füllten im Alltag die Klange der Jodelmusik sein Herz mit Heimatgefühl. Auch Abends konnte eine Runde Rumikub mit seiner Ehefrau nie fehlen bei dem sie aus Spass gelegentlich schummelten und dabei gemeinsam herzlich lachten.

Sein Glaube und sein stetiges Gebet gab ihm Halt und liess ihn die einfachen Dinge schätzen, wie die gemeinsamen Mahlzeiten mit der Familie.

Sein Leben war ein unaufdringliches Zeugnis von Dankbarkeit, Liebe und Bodenständigkeit, Emil hinterlasst uns ein Beispiel dafür, wie reich ein Dasein sein kann, wenn wir die Menschen um uns schätzen, Traditionen  pflegen, Gottes Schöpfung achten, den Glauben im Herzen tragen und uns an den einfachen Dingen erfreuen.

Kurz vor seinem 93. Geburtstag ist er zuhause, mit einem letzten innigen Dankeschön an alle friedlich eingeschlafen.

Heute nehmen wir Abschied von Emil. Wir lassen ihn in Gottes Hände zurück, im Vertrauen darauf, dass er nun geborgen ist. Dankbar blicken wir auf sein Leben zurück - ein Leben, das uns lehrt, was wirklich wichtig ist.

Ruhig und dankbar,

bist du durchs Leben gegangen. Ruhig und dankbar,

hast du deine Arbeit verrichtet.

Ruhig und dankbar,

bist du deiner Familie mit viel Herzlichkeit begegnet. Ruhig und dankbar,

bist du nun von uns gegangen. Wir vermissen dich.


✞ Serafina Stoffel (7. Dezember 2024)

Äs isch der üsdrücklich Wunsch far Serafina gsi, der Lebenslöif schlicht und eifach z haltu.

Schlicht und eifach!

D Serafina isch am 07. Juli 1942 ine Unrustalle zur Wält cho. Schi het an arbeitsrichi Kindheit im Dienst fa der Famili, zämu mit ihre 6 Gschwisterte verbracht.

I de junge Jahr het schi denn uf Saas Fee chännu ga schaffu und isch da innera chleinru Pension ga hälfu.

Sobald jedoch wieder Hilf netig isch gsi, isch schi zrugg uf Tärbinu fer de Eltru mim hirtu ga z hälfu.

Am 28. April 1967 het schi denn mit dum Herbert chännu Hochziit fiiru.

1970  sind der Florian und der Stefan zur Wält cho. Zwei Jahr speter ich, und der Carlo isch de 1977 giboru. Zämu mim Herbi het de d Serafina die 4 botsche in üs hittiger Sicht bescheidene finanzielle Verhältnis mit viel Arbeit im Garte, uf de Matte oder inne Räbe grosszoge.

Schlicht und eifach isch aber z Läbe nid immer mit der Serafina umgangu. Ich deichu beispielswiis a die Ziit, wa der Stefan so schwer erkrankot isch und de fa isch gangu isch. Oder wa der Papa körperlich immer schlächter zwäg isch gsi, schi innu so lang wies gangu isch deheimu unnerstützt het, bis er de vor güet 7 Jahr gstorbu isch – churz nadem die beide no hent chänne Goldigi Hochziit fiiru.

Öi am eigundu Körper het schi scho einiges miessu durchmachu. Der Krebs isch nid numu eismal diagsnostiziert worde. Nei grad viermal inne letztschte güet 10 Jahr - mit Chemotherapie und allem was derzüo keert.

An andra Mänsch wäri schlicht und eifach dra zerbrochu oder hätti der Gläubu anu liebe Gott verloru. Nid aber d Serafina. Schi het jede Schicksalschlag mit stoischer Rüeh ertreit und het ihri herzensgüet Wesensart nie verloru. Jede und jedi, wa d Möglichkeit het kä, mit der Serafina is Gspräch z cho -  het das chännu gspiiru. Dass d Serafina so an liebe Mänsch isch, häni scho zu Läbziite fa mehrere Persone keehrt.

D Serafina het immer gseit, we si so zrugglueget het: «Güets hei wiär öi kä». Da deichi bispielswies a schlichti und eifachi Jassträffu, z Zämucho mit de Jahrgänger oder die Ziite im Nanztal, wo schi und z Herbi mit güete Kollege hent d Schaf ghjetot. Schi het öi sehr gäru gsungu und isch langi Ziit aktiv im gmischtu Chor gsi. Nid z letzscht isch ihra d Famili wichtig gsi, für die schi immer alls gä het.

D Serafina het nie Angscht vor dum Tod kä, darfer isch irosch Glöibu annu Herrgott viel z’stark gsi. «Mu müess gar nid so Angst vor dum Tod hä – Dana uber hets mittlerwiila öi afa flotti Gsellschaft» het schi mal gseit.

I de Letzschte Jahr het schi bi de Verabschiedige immer wieder folgundi Wort mit ufu wäg gä: « Häbet an anand fescht Sorg und gniessets!» Wiär verabschiede isch hittu far Serafina. Und öi da soll gältu. «Gniess dü Serafina, jetz der wohlverdient Himmel. D Gsellschaft da, soll ja nid schlächt sii. Und mit diär isch schi jetzt, schlicht und eifach no besser.

Danke – Danke fer alls!