Wenn ein/e Angehörige/r stirbt, ist die Bestattung Ihrer Wahl diejenige, die sich um die komplizierten Abläufe kümmert. Jener Teil, der mit der Verabschiedung zu tun hat, das Begräbnis, wird nach wie vor von Priester geleitet.

Damit das Begräbnis eine gute Möglichkeit für den Abschied werden kann, ist es ratsam sich mit dem Begräbnisvorsteher zuvor zu treffen. Die Bestattung informiert unsere Pfarre über den Todesfall Ihres/r Angehörigen, wir geben der Bestattung schließlich Bescheid, ob einer unserer Seelsorger an dem betreffenden Termin vorstehen kann. Auf diese Weise kommt der Kontakt zwischen Ihnen und dem Begräbnisleiter zustande.

Vor der Besprechung zum Begräbnis ist es sehr hilfreich, wenn Sie einen kurzen Lebenslauf des/der Verstorbenen anfertigen.

2022


✞ Josef Stoffel (06. November 2021)

 

 

Ische Papa isch an engagierte Lonzianer, lieduschaftliche Chüo-und Räbpüür, erfolgriche Gärtner, liebevolle Familievatter und hingäbingsvolle Hüüsmaa in einer Person; zämu mit schinum Anni as güots Team.

 

Am 8.7.1933 als 6. va 9 Kind wird der Josi schine Eltru Leonie und Martin Stoffel g’scheicht. D’Mithilf im elterlichu Püürubitrieb und z‘Zämuläbe in ner Grossfamili prägunt innu ver z’Läbe.

 

In junge Jahru findot är Arbeit iner Lonza, wa är früh scho an Lehr als Chemielaborant absolviert. Der Lonza bliebt är über 40 Jahre, bis zu schiner Pensionierung, treu.

 

Mit 28 heiratot är schis Anni. Z’ämu ziehnt schie vier Chind, der  Sebastian, der Markus, di Daria und Flavia mit viel Liebi gross. Mit ebensovill Herzblüot und Freid kümmrot är sich um schini 8 Enkelkind. Mit Lichtikeit ubernimmt da der Josi alli Üfgabe vama Grossmammi.

 

Ische Papa hett vam liebu Gotti villi Talänti vercho. I’gsetzt hett är di, immer öi, ver schini Mitmänschu. So isch är an passionierte und bignadote Gärtner. Wier hei profitiert va frischum oder in Säck abgipacktum Gmiess, z’ganz Jahr uber.

 

Will ich sälber kei güoti Lismeri bi, ubernimmt är ver mich mini Lisumüfgabe ver d’Schüol, är bachot und chocht ver di ganz Famili und ver Gäscht isch schini Port immer offu.

 

Wandru isch im Papa schini grossi Lieduschaft. Z’Wandernetz in ischer Regio kännt är beschtens. Bi gressre Streckine chunnt as chleis Fläschi Wii vam eigunu Fass mit. Tifft är unnerwägs epper, so chunnts vor, dasch zämu das Fläschi trichunt und an Schwatz hent. No mit 84 Jahr löift der Papa dum Heido entlang zum Blausee.

 

Tärbinu isch schini Heimat, d’Mettilmatte und Brunnu. Ab und a geit är schine Liebtschtu na, uf Australiu and Hochziit vam Markus, uf Zimbabwe zu schinum Brüoder Hermaa und mit der Marianne, mit der er an schöni Freundschaft pflegt, ans Meer.

 

Der Josi isch bigeischtrote Schitzubrüoder und de nit nur bim Schiessu, sondern öi bim Jassu. Lüüt isch äs glägentli im Schitzuhüs. Und öi z’Sunntagabunda bim Troggu mit dum Guschtav, schinum Schwiegervatter wird’s hienta hitzig. Was är macht, macht är mit Härz und Liduschaft.

 

Im Läbe vom Papa gitts öi schweri Momentä. So verliert är schis gliebti Anni mit 55 Jahr und 2017 stirbt schin Botsch, der Markus in Australiu und nur a Wocha speter d’Marianne. Der tiefi Glöibo gitt ihm Halt, dischi schweru Schicksalschläg a’znäh.

 

Das z‘ Läbu im Elter schwieriger wird, hett inu, inne letschtu paar Jahr bischäftigt. Derzüo isch, uber 33 Jahr, di lengi Ziit nach schinum Anni cho. Villmal hett är gseit: „der liebi Gott hett mi woll vergässsu“. Üsgrächnot bim Tanzu im Altersheim z’Ried-Brig, bi eppisum, wan är ver z’Läbe gäru macht, stitzter. Nach duma einfache Schnochubruch mit Komplikationen hett de Herrgott erbarmu mit immu und holt no zu schich.

 

Papa, wier säge dir danke ver alles.