Wenn ein/e Angehörige/r stirbt, ist die Bestattung Ihrer Wahl diejenige, die sich um die komplizierten Abläufe kümmert. Jener Teil, der mit der Verabschiedung zu tun hat, das Begräbnis, wird nach wie vor von Priester geleitet.

Damit das Begräbnis eine gute Möglichkeit für den Abschied werden kann, ist es ratsam sich mit dem Begräbnisvorsteher zuvor zu treffen. Die Bestattung informiert unsere Pfarre über den Todesfall Ihres/r Angehörigen, wir geben der Bestattung schließlich Bescheid, ob einer unserer Seelsorger an dem betreffenden Termin vorstehen kann. Auf diese Weise kommt der Kontakt zwischen Ihnen und dem Begräbnisleiter zustande.

Vor der Besprechung zum Begräbnis ist es sehr hilfreich, wenn Sie einen kurzen Lebenslauf des/der Verstorbenen anfertigen.

2022


✞ Therese Zimmermann (16. April 2022)

 

 

Am 15. Dezember 1931 wurde Therese Zimmermann als 5. Kind von Lukas und marie Heinzmann-Studer geboren. Mit ihren Brudern Hermann, Yvo, Alex, Armand, Peter und der Schwester Elvira verbrachte sie hre ersten Jahre hier im Dorf, Unterstalden und in der Aare.

 

Viel zu früh verstarb ihre Schwester Elvira. Therese Besuchte die obligatorische Schule und half bei den täglichen Arbeiten wie es zu der damaligen Zeit üblich war.

 

Im Mai 1958 heiratete Therese, Anton Zimmermann. 1959, 1960, 1963 kamen ihre Schöne Egon, Rolf und Helmut zur Welt. 1968, 1970 ihre Töchter Annette und Beate. Sie war ihnen stets eine liebevolle, herzensgute Mutter.1968 nachdem ihr Bruder Peter das Wirtepatent gemachte hatte wurde aus dem Geschäft ihres Vaters, «Batzulüggi»das Restaurant Spycher.

 

Die Gäste mochten ihre aufgestellte Art und war auch mal für in Tänzchen zu haben. Freude bereitete ihr die Enkelkinder Joel und Corinne. Sie freute sich immer über die Besuche nach der Schule bevor die beiden den Bus nach Unterstalden nahmen.

 

Nach der Pension ihres Mannes Anton gingen die beiden vermehrt auf Reisen und genossen zusammen noch ein paar unbeschwerte Jahre in ihrem Heim in den Furren bis im Mai 2002 nach längerer Krankheit ihr Gatte Anton verstarb.

 

Mit dem Garten im Sommer, stricken von Strümpfen und dem täglichen Haushalt verbrachte sie die nächsten Jahre bis sich die ersten Anzeichen von der Demenzkrankheit bemerkbar machten.

 

Trotz liebevoller Betreuung von Sommai und Helmut zu hause, wurde es mit der Zeit unumgänglich sie ins Altersheim «Hengert» zu verlegen. Dort verbrachte Therese die letzten Jahre unter führsorglicher Pflege bis sie in der Nacht zum Ostersamstag friedlich einschlief. So hat sich der Kreis geschlossen im Hengert geboren, im Hengert gestorben.

 


✞ Kasper Zimmermann (10. März 2022)

 Einige Jahre vor seinem Heimeintritt verfasste mein Getti Kaspar seinen eigenen Lebenslauf:

Als ich am 5. September 1930 als Sohn von Sigismund und Aloisia geboren wurde, hatte ich schon zwei Brüder und zwei Schwestern. Nach mir kamen noch drei Brüder. Katharina starb nach einer langen, qualvollen Krankheit im Alter von achtzehn Jahren.

Meine Kindheit verlief glücklich inmitten einer grossen Familie. In der Schule kam ich gut mit, wenn ich auch nie Klassenbester war. Im Sommer war ich als Hirt zuerst bei einem Onkel. Dann zwei/drei Sommer in Unterbäch. Meine Jugend wurde nur getrübt wegen meinem Sprachproblem. Ich habe gestottert. Meine Klassenkameraden haben mich trotz meines Sprachproblems so angenommen, wie ich war. Aber von jungen Erwachsenen wurde ich gehänselt. Besondere Mühe bereitete mir mein Name. Ich konnte diesen fast nicht aussprechen. Mit der Zeit lernte ich, wie ich blitzschnell ein schwieriges Wort für mich durch ein anderes ersetzen konnte.

Von 1947 an begann ich die Lehre als Maler in Visp. Wenn auch die Lehrjahre keine Herrenjahre waren, bereitete mir die Lehre keine Mühe. Meine Arbeitseinsätze beschränkten sich auf unser Dorf, Visp und Saas Almagell. Ein knappes halbes Jahr war ich zudem auch in Saxon, im Unterwallis tätig.

Es begann eine schöne Zeit der Jugend. Alle Jugendlichen im Dorf hielten zusammen und auch die Erwachsenen pflegten einen guten Umgang miteinander. Es gab nur wenige Autos im Dorf, weshalb wir nicht auswärts gehen konnten, um uns zu amüsieren. Im Sommer musste man sich in unserem Dorf extra organisieren, um sich zu treffen.

Am damaligen Feiertag, dem 29. Juni 1950, St. Peter und Paul begann mit dem ersten Kuss meine Bekanntschaft mit Bernadette. Es war sicher die schönste Zeit meines Lebens, die Zeit der jungen Liebe. Und diese ist in all den Jahren nicht erkaltet. Etwas hat sich in unserer Beziehung aber geändert: früher hängte sich Bernadette gerne bei mir ein; dann war es umgekehrt.

Am Ostermontag 1960 haben wir geheiratet. Drei Wochen vor unserer Hochzeit ist meine liebe Mutter an einem Herzversagen gestorben. Dank meiner lieben Frau Bernadette bin ich über den Tod meiner Mutter besser hinweggekommen als meine Brüder, welche noch daheim lebten.

Es begann eine schöne Zeit mit meiner jungen Familie, wenn auch sehr streng und arbeitsintensiv: Beruf, Landwirtschaft und Reben. Aus unserer Liebe sind vier Kinder hervorgegangen: Adrian 1961, Christine 1963, Theo 1966 und Judith 1972. Ich war sehr stolz auf unsere Familie. Wie ich es jetzt sehe, hatten wir damals wie auch heute ein gutes Verhältnis zueinander.

Ab 1960 machte ich mich selbständig und gründete mit meinem Vetter Hans Stoffel die Firma Stoffel + Zimmermann. Wir unterhielten eine Werkstatt in Visp und Visperterminen mit zwei bis drei Mitarbeitern und ein bis zwei Lehrlingen. Ich habe mich immer bemüht, ein guter Meister zu sein, und habe tatkräftig mitgearbeitet. Wir unterhielten ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Im Jahre 1979 suchte die Lonza einen Malermeister und Hans und ich haben uns im gegenseitigen Einverständnis voneinander getrennt. Nun führte ich die Firma mit meinem Sohn Adrian und meinem Mitarbeiter Elmar alleine weiter. In den darauffolgenden Jahren gaben wir die Werkstatt in Visp auf. Am 11. Januar 1981 verunfallten Adrian und Elmar auf tragische Weise. Jetzt war ich alleine, bis unser Sohn Theo in die Firma einstieg. Wir waren dann zu dritt, Theo und Fredy Zimmermann, bis Theo am 16. August 1989 ebenfalls tödlich verunglückte. Wie sollte es nun mit der Firma weitergehen? Von da an zählte ich die Jahre, Monate, Tage, bis ich meinen Beruf und die Firma aufgeben konnte. Am 1. Januar 1996 übergab ich sie an meinen Mitarbeiter Fredy Zimmermann.

Am 11. Januar 1981 fand Adrian am Simplon unter einer Lawine den Tod. Wieviel Leid und Kummer brachte sein Tod über unsere Familie? Adrian ist nicht mehr bei uns. Sein Tod hatte uns noch enger miteinander verbunden. Auch seinen Geschwistern fehlte der grosse Bruder sehr. Nach gut 8 Jahren erlebten wir dann das gleiche traurige Schicksal noch einmal. Am 16. August 1989 verunfallte unser Theo am Gotthard. Nach einer Woche Intensivstation verstarb er im Kantonsspital in Luzern. Das Leben geht weiter, auch wenn man glaubt, dass es nach solchen Schicksalen nicht mehr möglich ist. Wir hatten unseren Enkel Eric, an ihm hatten wir unsere Freude, wenn ich auch wegen meiner Behinderung mich nicht so mit ihm abgeben konnte, wie ich es mir wünschte.

Bald nach meiner Pensionierung mit 65 stellte sich heraus, dass mit mir nicht mehr alles stimmte. Es geht mir langsam aber stetig schlechter und ich bin auf Hilfe angewiesen. In meiner lieben Frau habe ich einen guten Schutzengel.

Ich habe in diversen Vereinen mitgewirkt. Ich war im Vorstand der Jungmannschaft, im Skiclub und im Männerverein. Besonders stolz bin ich als Mitglied des Initiativ-Komites der St. Jodern-Kellerei und die zwölf Jahre im Vorstand. Viel bedeutet hat mir auch die Schützenlaube, habe ich doch fast ausnahmslos daran teilgenommen.

Wir erzählen sein Leben weiter:

Seine Krankheit begann schleichend. Mit der Zeit wurde klar, dass er eines Tages nicht mehr würde laufen können. Trotz seiner Krankheit wer er ausgeglichen und zufrieden. Er pflegte seine Hobbies, malte Bilder, löste Kreuzworträtsel, war politisch interessiert, trainierte regelmässig auf seinem Hometrainer. Mit der Zeit verschlechterte sich sein Zustand und er war gezwungen, immer mehr Hilfe anzunehmen. Hilfe von seiner Frau, die ihn liebevoll umsorgte, mit Unterstützung seiner Töchter und professioneller Hilfe der Spitex. Er kam erstaunlich gut damit zurecht, dass sich sein Radius mehr und mehr auf die eigenen vier Wände reduzierte. So sagte er oft, solange er sich daheim noch bewegen und seinen Beschäftigungen nachgehen könne, sei er zufrieden. Doch die Einschränkungen nahmen zu, und sein psychisches Wohlbefinden nahm ab.

Am 5. Januar 2016 war der Zeitpunkt erreicht, an dem ein Heimeintritt unumgänglich wurde. Gut 6 Jahre lang lebte er im Alters- und Pflegeheim Hengert. Freute sich über die regelmässigen Besuche seiner Familie. Mit den Jahren wurde es anspruchsvoller, sich mit ihm zu unterhalten. Seine Aussprache und seine Artikulation wurden so undeutlich, dass eine einfache Kommunikation schlichtweg fast nicht mehr möglich war. Dies trübte unsere Besuche auf beiden Seiten. Es schmerzte uns sehr, ihn in diesem Zustand zu erleben.

Wir sind nun sehr dankbar, dass er Erlösung gefunden hat und werden ihn immer in uns tragen. Was man im Herzen trägt, kann man nicht verlieren.


✞ Engelbert Stoffel (24. Februar 2022)

Grosspapa Engelbert wurde am 22. Juni 1936 als ältestes von 4 Geschwistern geboren. Agnes, Toni und Hubi waren die jüngeren Kinder von Anna und Robert. Leider war es nicht so, dass er gemeinsam mit seiner Familie eine unbeschwerte Kindheit erleben durfte. Mit 6 Jahren starb seine Mutter und die Familie wurde auseinandergerissen. In seiner Pflegefamilie musste er von jung an mit anpacken und Verantwortung übernehmen. Die schweren Jugendjahre waren wohl auch mit ein Grund, warum Engelbert sein Leben später selbstbestimmt und unabhängig lebte.

Nach der obligatorischen Schulzeit machte er die Lehre als Maurer bei der Firma Bodenmüller in Visp.
Mit 25 Jahren, 1961, gründete er zusammen mit Kreuzer Anton die Bauunternehmung Kreuzer und Stoffel. In den darauffolgenden 17 Jahren wurden manche Häuser am Terbiner Berg von Ihnen gebaut.

Seine Frau Julia heiratete er 1964. 1968 kam René zur Welt und 4 Jahre später Josianne.
Es war eine Selbstverständlichkeit, dass die Familie immer gemeinsam mit anpackte. War es bei einer seiner Umbauten in den Bitzinen oder in der Bodma oder in der Landwirtschaft. Viele Jahre hatte die Familie Kühe, und auch Schafe. Aber Arbeit gab es auch in den Reben oder in der Kellerei. Ja, die Arbeit hat sein Leben bestimmt. Es gab immer Arbeit im Freien oder Drinnen. Planen schien für ihn daher nicht so wichtig. Mal lüoge was z’Wätter moru macht, de gse wer de witer…

Ja die Kellerei. 1978 liess er sich zum Weinbauer ausbilden und gründete die Terbiner Weinkellerei. Sein Heida ist weit über die Kantonsgrenzen bekannt und beliebt. Jeder Gast war König. Wenn immer möglich, nahm er sich Zeit und berichtete über Land und Leute, die Arbeit und das Leben im Dorf. Auch wenn wohl nicht immer alle Gäste alles verstanden haben in seinem Dialekt, er war ehrlich und authentisch und ein grosser Botschafter für unser Dorf.

Engelbert hat sich auch am Dorfleben beteiligt. In vielen Vereinen und Genossenschaften hat er Vorstandsarbeit geleistet, und war auch politisch aktiv. So war er unter anderem von 1973 – 1986 Feuerwehkommandant. Stolz trug er 28 Jahre lang den Fahnen des Tambouren – und Pfeifervereins voran. Vor allem an Fronleichnam und «Chilchuwihi» war es ihm eine grosse Ehre, die Prozession mit anzuführen.

Er mochte es aber auch gesellig und genoss die Zeit nach getaner harter Arbeit. In manchen Stunden hat er in den Sommermonaten am Abend die Abenddämmerung in den Bodmen genossen. In seiner geliebten Bodma vergass er Arbeit und Müdigkeit.

Engelbert und Julia hatten immer ein offenes Haus. Viele Bekannte aus der «Üsserschwiz» wurden in den Jahren zu Freunden und halfen auch beim Wimden mit. Auch wenn es harte intensive Tage waren, am Abend in der Bodma stand dann die Geselligkeit und Gastfreundschaft mit gutem Essen und gutem Wein im Mittelpunkt mit unvergesslichen schönen und lustigen Stunden.

Seine Enkelkinder liebte er über alles. Er war so stolz auf jedes von ihnen und freute sich über jeden Besuch und jedes Gespräch mit ihnen. Es gab keine Begegnung mit ihnen ohne eine innige Umarmung.

Z’Bärtschi verlangte viel von sich, seiner Frau Julia und seinen Mitmenschen. Auch wenn er oft eine harte Schale zeigte, tief in seinem Herzen war sein Kern weich und sehr verletzlich.

Nun in den letzten 10 Jahren gab es immer wieder neue Rückschläge für ihn. Unfälle und gesundheitliche Probleme bremsten ihn mehr aus, als ihm lieb war. Er hatte grosse Mühe kürzer zu treten und zu akzeptieren, dass sein Körper nicht mehr alles leisten konnte was sein Kopf verlangte. Seine Frau Julia war ihm ein Leben lang eine treue Begleiterin. Sie musste oft ausführen was er in den Weg leitete und fast keine Arbeit war ihr zu viel. Ohne Julia an seiner Seite hätte er nicht das erreicht, was ihm sein Leben bescherte. Sie war ihm auch in den letzten Jahren eine grosse Stütze und Hilfe, dass er bis an sein Lebensende zu Hause bleiben konnte.

Am letzten Donnerstag konntest du zu Hause friedlich und für immer einschlafen. Nichts hat darauf hingewiesen, dass du nach dem Nachmittags Nickerchen nicht mehr aufwachen solltest. Grosspapa – wier wärde dich immer in bester Erinnrig bhaltu und hei dich ganz fescht gäru.


✞ Peter Zimmermann (16. Februar 2022)

Lieber Grosspapa

Nun hat sich Lieber Grosspapa

Nun hat sich Dein Lebenskreis geschlossen. Wir sind traurig, dass Du von uns gegangen bist. Und gleichzeitig sind wir auch dankbar, dass Du von Deinen Leiden erlöst wurdest und wir Dich auf Deinem letzten Weg begleiten und uns von Dir verabschieden durften.

Du bist am 15. Juli 1933 in Visperterminen als zweites von sechs Kindern geboren. Da Dein Vater tuberkulosekrank war, musstest Du als ältester Sohn schon früh Verantwortung für die ganze Familie übernehmen. Und so blieb es Dir auch verwehrt, eine Lehre zum Maurer zu absolvieren, da die Familie sonst ohne Einkommen geblieben wäre. Stattdessen nahmst Du nach ein paar Jahren als Hilfsarbeiter eine Stelle in der Lonza an und wechseltest schliesslich zur Ulrich Imboden AG. Für diese Unternehmung warst Du dann während rund 40 Jahren tätig, zuerst als Camionchauffeur, später als Kranführer und schlussendlich als Kranmonteur. Diese Arbeit machte Dich glücklich und erfüllte Dich sehr. Und so ist es auch wenig erstaunlich, dass man sich noch heute erzählt, wie Du ungesichert auf den Kranauslegern herumgekraxelt bist.

Mitte 20 lerntest Du dann am ersten offiziellen Dorffest von Visperterminen Deine zukünftige Frau Agnes kennen. Nach der Hochzeit im Jahre 1964 solltest Du fortan fast sechzig Jahre glücklich mit ihr zusammen sein. Agnes und Du habt Euch ein schönes Heim geschaffen und die Kinder Bertin, Letizia und Heiner bekommen. Die Familie war Dein Ein und Alles. Bis zum Schluss war es das Schönste für Dich, Deine ganze Familie an einem Tisch zu haben. Und da der Tisch mit dem Schwiegersohn Hans-Ruedi und den Schwiegertöchtern Conchita und Petra sowie den Enkelkinder Marco, Tanja, Elia, Laura, Maximilian und Paulina immer grösser wurde, liesst Du Dein handwerkliches Geschick spielen und schreinertest eigenhändig die nötigen Tischverlängerungen.

Gerade weil Du selbst keine Lehre absolvieren konntest, war Dir die Ausbildung Deiner eigenen Kinder umso wichtiger: Dafür arbeitetest Du zeitlebens hart auf dem Bau. Darüber hinaus betriebst Du zusammen mit Agnes auch noch Landwirtschaft mit Kühen, Gärten und Reben. In Deiner spärlichen Freizeit traf man Dich im Schiessstand oder in Deinem Bienenhaus in Oberstalden oder als leidenschaftlicher Jäger im Wald.

Die harte körperliche Arbeit hinterliess ihre Spuren an Deiner Gesundheit. Weil Du so gerne gearbeitet hast, war es für Dich schwierig zu akzeptieren, dass Dein Körper nicht mehr alles mitmachte. Obschon die Ärzte Dir keine günstige Prognose stellten, gabst Du nicht auf und trainiertest unermüdlich das Laufen mit Gehhilfen. Als Deine Kräfte nachliessen, warst Du zunehmend an Dein Zuhause gebunden. Der liebevollen und aufopfernden Pflege von Agnes war es zu verdanken, dass Du Deinem Wunsch entsprechend bis zum Schluss zu Hause bleiben konntest. Für uns war es ein Geschenk, bei Dir und Grossmama vorbeizuschauen und Eure Harmonie, Liebe und Zuversicht zu spüren. Und auf die Frage, wie es Dir den gehe, antwortetest Du stetig: «Ehrlich gseit, äs geit mer wunderbar, kei Schmärzä nix und und schi lüägunt mer güät».

Grosspapa, wir danken Dir für Dein Schaffen und Dein Sorgen, für Deine Grosszügigkeit und Deine Liebe. Du wirst in uns weiterleben: in Bertin mit der Landwirtschaft, im Bächmatti Letizia, in Heiner, der schwindelfrei über einen Berggrat läuft, im Imker Ruedi, in Max, der unbedingt Jäger werden will. Du wirst immer bei uns sein.


✞ Walburga Heinzmann (14. Februar 2022)

D’Walburga isch am 8. Februar 1939 uf d’Wält cho.

Mit ihro zwei G’schwischtrotu, Fides und Engilbärt, het schi an unbischwerti Chindheit chännu gniessu. D’Eltru, d’Antonia und der Martin, hent gipürot. Da het schi scho bald fescht mitg’holfu.

Scho früoh, im 68zgi,  isch der Vater gstorbu. In dischum Jahr isch d’Walburga erchranket.

Dii Chrankheit het schi de z’läbelang bigleitot. Im Glöibu und Gibät het schi immer wider Müot und Chraft g‘fassu.

D’Walburga isch de mit der Müoter alleinzig g’si. Schi sind vill zämu ga jassu. Jassu isch irasch gross Hobby g‘si.

Öi Müsig het schi gäru g’hä. Schi isch Ehrumitglid va der Müsiggsellschaft Gebidumalp g’si.

D’Walburga isch schtolzi Gotta vam Harald, der Carmen und mier g’si.

D’Chrankheit het schi immer wider ig‘holt. Fer drii Wuche isch öi amal ga küru. Jedi Wucha häni vam Gotti an Brief vercho. Äs het immu da güot g’fallu und s’het mu güot gita, aber äs het lengi Ziit g’hä. So isch schi wider gäru Heim cho.

Im 75zgi isch de d’Müoter Antonia gschtorbu. Mit grossum Müot und Chraft het schi öi das g’meischtrot. Schi het de no alleinzig g’wohnet. D‘Walburga het am Glöibu fescht g’haltu und isch jede Tagg zer Mäss gangu, wenn eini gsi isch.

Wenn’s immu ganz schlächt gangu isch, het schi z’Täschi gipakt und isch z’iisch cho. Äs het g‘wisst: „Bim Theres isch immer als Portji fer schi offu“. D’Walburga het as grossus Härz g’hä und isch öi fer iisch immer da g‘si.  Sobald’s ira de besser gangu isch, het‘s gseit: „So jez gani wider Heim“ 

D’Walburga isch öi immer gäru zer Fides ins Saas gangu. Schi isch da äns glücklich g‘si und het schich öi da güot chännu erholu.

Im 2003 isch de irosch Brüoder Engilbärt unerwartot g‘schtorbu. Das isch a schweere Schlagg fer d’Walburga g‘si. Alleinzig wohne isch nimme gangu. So het schi de bald amal as Platzji im Alters- und Pflägheim z’Tärbinu g‘funnu. Schi het schich da sofort deheimu g’fühlt.

Sowit dass g‘sundheitlich gangu isch, het schi gäru bi de Aktiwitäte vam Heim mit g’macht.

Schi het schich uf jedes B’süochji g‘freit.  Z’Theres isch immer fer schi da gsi und isch vill z’ira gangu. Öi uf du regilmässig Bsüoch vam Fides het schi chännu zellu.

Äs het schich de ergä, dass d’Fides ubergangsmässig öi fer as paar Monat im Heim z’Tärbinu g‘si isch. Dii Ziit het d’Walburga gignossu.

Im Nowember 2019 het de d’Walburga öi no va irosch Schweschter Fides miessu Abschiid näh.

I de letschtu Jahr het schich der g‘sundheitlich Züoschtand verschlächtrot.

Durch an Schturz het schi inu Schpitaal miessu. Va der Operazion het schi schich nimme chännu erholu. Va Tagg zu Tagg is ra schlächter gangu, so dass d’Walburga am 14tu Februar, im Biisi va irasch Nichta Gerda, fridlich het chännu iischlafu.

Wier däiche alle, wa d’Walburga in irosch Läbe bigleitot und ira öi in weniger güotu Ziite g’holfu hent. An bsundre Dank der Bilegschaft vam Alters- und Pflägheim Hengert, wa schi 18 Jahr g’wohnet het.

Walburga - liebs Gotti, Schwäägri und Tanti-, wier wärde dich nit vergässu.


✞ Emma Heinzmann (10. Januar 2022)

Emma Heinzmann, oder Emi wie sie auch liebevoll genannt wurde, kam am 25. Februar 1941 in visperterminen zur Welt. Mit ihren Eltern Helene und Peter Summermatter und ihren Geschwistern Julia, Roman, Anton, Gemmi und Leander verbrachte sie eine schöne und zufriedene Kindhiet im Dorf.

Die Wintermonate verbrachte die ganze Familie in Unterstalden bis sie im Frühjahr wieder ins Dorf zogen. Der gemütliche und schöne Abusitzt dürfte dabei nicht zu kurz kommen.

Schon früh blieben sie von Schicksal nicht verschont. ihr Vater Peter Summermatter starb 1962 an Krebs, 1994 starb die Mutter Helene.

Nach der obligatorischen Schulzeit Besuchte Emmi die Haushaltungsschule in Visperterminen. danach war sie die Haushälterin von Familie Martin Heinzmann und der Familie Tigelli in Brig.

Im Jahre 1967 heiratete sie Robert Heinzmann, z“Sigirobi. Aus dieser Ehe entstanden 3 Kinder, Dario, David und Raphaela.

Viel Freude bereitete Emi das stricken. zusammen mit ihrer Schwester Julia strickte sie unselige Pullover für den PTV Visperterminen und die Musikgesellschaft Gebüdemalp. Auch die weissen Baumwollstrümpfe von TPV Stalden zauberte sie in unzähligen Stunden her.

Den Sommer verbrachte die ganze Familie in den Bodmen. Emi war eine gute Gastgeberin und manche Heida Käse wurde draußen auf dem Vorplatz geschmolzen.

Gesellschaftliches Zusammensein war für sie sehr wichtig. Auch die freundschaftliche und gesellige Nachbarschaft mit Adelbert und Hildegard pflegte sie.

Sichtliche Freude hatte Emi auch an ihrem 5 Enkelkinder, Yvonne, Marisa, Adrienne, Maria-Luisa und Juliana. Liebte ihre Enkelkinder und verbrachte viele schöne Stunden mit ihnen.

ab dem Jahre 2010 hat sich bei Robert die Demenzkrankheit schleichend bemerkbar gemacht. sie hat ihn liebevoll unterstützt und war bis zuletzt immer für ihn da.

2017 feierte Emi und Robi goldene Hochzeit.

Anfangs 2018 erkrankte sie an Brustkrebs. nach dem operativen Eingriff hat sie sich zu Hause gut erholt, bis sich unverhofft im September letzten Jahres der Krebs wieder zurückgemeldet hatte. Leider konnte sie sich davon nicht mehr erholen.

Emi ist am Montagabend im Kreise ihrer Familie friedlich eingeschlafen.


 

✞ Marie Studer (08. Januar 2022)

Marie wurde am 24. Juni 1935 als 6. Kind von Josef Stoffel und Bertha Stoffel-Zimmermann geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit mit ihren Geschwistern im Dorf, in Brunnu und in den Oberstalden. Wenn auch der Schulweg oft beschwerlich war, fielen ihr die Schuljahre in Tärbinu sehr leicht. Gerne wäre sie Lehrerin geworden.

Einen schwierigen Sommer erlebte sie in jener Zeit bei einer Familie in Täsch als Kindermädchen.

Nach der Schulzeit in Visperterminen hat sie während ein paar Jahren in der Landwirtschaft bei der Familie von Heinzmann Leo mitgeholfen.

Später hat sie die begehrte Anstellung im alten Konsum erhalten. Ein Jahr lang hat sie den Konsum selbständig geleitet. Freizeit hatte sie aufgrund der langen Öffnungszeiten sehr wenig. So war der Konsum auch am Sonntag und sogar noch vor der Weihnachtsmesse offen. In der raren Freizeit zog sie sich zur Erholung zurück und las sehr viele Bücher.

Danach hat sie ein paar Jahre in Chur bei ihrem Bruder Philip gelebt und dort in dessen Bäckerei und Restaurant gearbeitet und sich um ihre 5 Neffen gekümmert. Die enge Beziehung zur Familie von Philip hat sie sehr geprägt, so dass sie auch später regelmässig mit der Familie Ferien bei Philip in Chur und Parpan machte.

Eines Tages lieferten Stüdi Karli und ds Zimmermann Otti einen Ofen nach Parpan zur Familie. Wie Karli immer sagte «an Gillsteiofo glifrot und ds Marie zrugg gibrungu».

Am 9. Mai 1965 feierten Marie und Karli Hochzeit. Es war eine Doppelhochzeit mit Zimmermann Otti und Rosemarie. Die vier gingen dann gemeinsam auf Hochzeitsreise durch die Schweiz.

Aus der glücklichen Ehe gingen drei Kinder hervor: Dan-Carlo, Désirée und Ingrid. Marie war ein liebevolles und fürsorgliches Mami.

Als die Kinder grösser waren, hat Marie 2 Tage pro Woche Heimarbeit gemacht. Zusammen mit Margreti, Irmgard und Viktorina hat sie unter anderem für die Schweizer Armee «gebiezzt».

Ansonsten hat sie sich um den Haushalt gekümmert. Sie hat unzählige Konfitürsorten hergestellt und alles Gemüse und Früchte, das Karli nach Hause gebracht hat, verarbeitet. Wie oft war es im Sommer in der Küche heiss wie in einer Sauna, da sie die Konfitüre immer auf dem Holzofen machte!

Bekannt war Marie für ihren «Mariekaffee», was wir als leicht gefärbte Milch bezeichnen würden. Dazu ein Biscuits durfte nie fehlen.

Ab 50 Jahren fingen sie und Karli an zu reisen: mit Israel hat alles angefangen, danach ging es nach Südamerika zu den ausgewanderten Oberwallisern, mit Dan-Carlo in die USA, mit Ingrid nach Australien, Argentinien, Chile, Norwegen und Schweden und mit Désirée auf eine Kreuzfahrt im Mittelmeer. Karli und Marie waren sogar auf dem Kilimandscharo. Und unvergesslich war die Audienz in Rom bei Papst Johannes Paul II.

Ihre Hobbies waren Lesen und vor allem Handarbeit. Sie hat immer vor dem Fernseher «glismot oder gigroschot». So stammt das Abendmahl-Gobelinbild im Altersheim von ihr. Marie war immer sehr «wundrig», hat sich für verschiedenste Themen interessiert. Vor ihrer Reise nach Australien hat sie bei Sue sogar einen Englischkurs besucht. Marie war dann schon über 60 Jahre alt.

Solange sie konnte ist sie jeden Tag zur Messe gegangen. Der Glaube und das Gebet waren sehr wichtig für sie.

Marie hatte auch immer grosse Freude an ihren 6 Enkelkinder Christa, Noah, Flavio, Anouk, Alexandra und Sarah, welche sie immer mit Süssigkeiten und Epfilschnitza verwöhnte.

Mit zunehmendem Alter wurde ihr Sehvermögen immer schlechter und leider erkrankte sie dann an Demenz. Diese wurde immer stärker, so dass Karli schweren Herzens beschloss gemeinsam mit Marie ins Pflegeheim Hengert zu ziehen. Nach kurzer Zeit verstarb jedoch Karli an den Folgen einer Krebserkrankung.

In der ersten Zeit im Hengert konnte Marie noch selbstständig Spaziergänge unternehmen, die tägliche Messe besuchen ud unzählige Runden Skipbo spielen. Der Fortschritt der Krankheit kommentierte Marie mit «Ich weiss, dass ich nix weiss». Marie hat sich ihrem Schicksal gefügt und sagte oft im Altersheim «folge müoss mu».

Marie wurde stets liebevoll umsorgt vom Team im Hengert. Diese persönliche Betreuung und die vielen Besuche im Pflegeheim hat Marie sehr geschätzt. Am 7. Januar 2022 konnte sie dort friedlich einschlafen.


✞ Herbert Studer (06. Januar 2022)

Lieber Opa

Da fängt die Liebe an, die uns alle verbindet, die Liebe die uns viele wunderbare Momente im Leben beschenkt hat.

Du bist nicht mehr da und fehlst so sehr.

Opa ist am 14. April 1945 hier in Visperterminen zur Welt gekommen. Zusammen mit deinen Eltern Walter und Bertha und deinen Geschwistern Eligius und Irmgard hast du deine Kindheit und Jugendjahre in Visperterminen verbracht.

Nach der Schule hast du die Lehre als Maurer bei Regotz&Furrer in Visp absolviert. Wie es schon dein Vater getan hat, hast auch du dich für die Baubranche intressiert. Der frühe Verlust deines Vaters bei einem Arbeitsunfall hat dich geprägt.

Bis zu deiner Pension hast du verschiedene Tätigkeiten ausgeführt. Viele Jahre hast du bei der Bauunternehmung Fantoni mit Leidenschaft und Herzblut gearbeitet. Die letzten Jahr war die GIW AG dein Arbeitsort. Auch hier hast du mit grosser Freude und Hingabe gearbeitet und der Hängert mit deinen Kollegen war dir wichtig.

Immer wieder hast du uns mit deinen Geschichten begeistert.

1969 durfstest du deine Frau und unsere Oma Hermine heiraten. Ihr wahrt für einander da und Oma hat dich all die Jahre führsorglich unterstützt. Danke Oma, dass du Opa jeweils so toll untersützt und hingebungsvoll gepflegt hast.

Gross war die Freude, als deine drei Söhne Lothar, Rainer und Reto auf die Welt kamen. Auch wenn dein Leben ausgefüllt war mit der Arbeit, mit dem Restaurant und der Landwirtschaft, war dir deine Familie war dir immer sehr wichtig und du hast es dir nicht nehmen lassen mit deiner Familien Ferien in Italien zu verbringen oder gemeinsame Ausflüge zu machen.

1997, 1999 und 2003, als deine drei Enkel Dominic, Patrice

und Eric auf die Welt kamen, warst du stolzer Opa. Du hast uns alle geliebt, hattest Zeit für uns und warst für uns da. Dafür sind wir dir unendlich dankbar.

Opa, Du warst ein geselliger Mensch und die Kollegschaft war dir wichtig. Deine Interessen waren gross und vielltig. Du hast dich immer eingesetzt, sei es in den Reben oder im Sommer viele Stunden auf dem Metrag verbracht.

Für alle von uns warst du Tag und Nacht da und hast uns immer unterstützt. Wo immer auch nötig, hast du uns allen geholfen.

Auch konntest du dich für jede Art von Sport begeistern. Nicht selten wunderten wir uns, wie du die vielen Stunden Velorennen vor dem Fernseher schauen konntest.

Nebst den scnen in deinem Leben musstet du allerdings auch kämpfen. Und du warst ein Kämpfer. 1981 musstest du dein rechtes Auge entfernen lassen. Was dann folgte waren viele Jahren Schmerzen und unzähligen Kopfoperationen. Nach weit über 30, teils komplexen und grossen Operationen, konnte eines nach der Operation aber nie fehlen: ein Mocca- Joghurt.

Doch immer wieder hast du dich zurückgekämpft. Du hast es geliebt, nach Arona zu gehen um dort Velo zu fahren und eine Pizza zu essen. 2011 warst du sogar noch in Las Vegas und Los Angeles.

Vor 10 Jahren kam leider noch die Leukämie dazu und hat vor allem dein letztes halbes Jahr geprägt. Es wurde stiller um Dich.

Wir als Familie sind sehr dankbar, dass wir uns in den vergangengen Tagen von dir verabschieden konnten. Am Donnerstag bist du von uns gegangen.

Ich hoffe, dass die Zeit die Wunden heilen wird. Aber nicht heute und nicht morgen. Du fehlst uns und wir werden dich nie vergessen. Du bleibst in unserem Herzen und in unserer Erinnerung.

Wir lieben Dich, deine Familie.


✞ Josef Stoffel (06. November 2021)

Ische Papa isch an engagierte Lonzianer, lieduschaftliche Chüo-und Räbpüür, erfolgriche Gärtner, liebevolle Familievatter und hingäbingsvolle Hüüsmaa in einer Person; zämu mit schinum Anni as güots Team.

Am 8.7.1933 als 6. va 9 Kind wird der Josi schine Eltru Leonie und Martin Stoffel g’scheicht. D’Mithilf im elterlichu Püürubitrieb und z‘Zämuläbe in ner Grossfamili prägunt innu ver z’Läbe.

In junge Jahru findot är Arbeit iner Lonza, wa är früh scho an Lehr als Chemielaborant absolviert. Der Lonza bliebt är über 40 Jahre, bis zu schiner Pensionierung, treu.

Mit 28 heiratot är schis Anni. Z’ämu ziehnt schie vier Chind, der  Sebastian, der Markus, di Daria und Flavia mit viel Liebi gross. Mit ebensovill Herzblüot und Freid kümmrot är sich um schini 8 Enkelkind. Mit Lichtikeit ubernimmt da der Josi alli Üfgabe vama Grossmammi.

Ische Papa hett vam liebu Gotti villi Talänti vercho. I’gsetzt hett är di, immer öi, ver schini Mitmänschu. So isch är an passionierte und bignadote Gärtner. Wier hei profitiert va frischum oder in Säck abgipacktum Gmiess, z’ganz Jahr uber.

Will ich sälber kei güoti Lismeri bi, ubernimmt är ver mich mini Lisumüfgabe ver d’Schüol, är bachot und chocht ver di ganz Famili und ver Gäscht isch schini Port immer offu.

Wandru isch im Papa schini grossi Lieduschaft. Z’Wandernetz in ischer Regio kännt är beschtens. Bi gressre Streckine chunnt as chleis Fläschi Wii vam eigunu Fass mit. Tifft är unnerwägs epper, so chunnts vor, dasch zämu das Fläschi trichunt und an Schwatz hent. No mit 84 Jahr löift der Papa dum Heido entlang zum Blausee.

Tärbinu isch schini Heimat, d’Mettilmatte und Brunnu. Ab und a geit är schine Liebtschtu na, uf Australiu and Hochziit vam Markus, uf Zimbabwe zu schinum Brüoder Hermaa und mit der Marianne, mit der er an schöni Freundschaft pflegt, ans Meer.

Der Josi isch bigeischtrote Schitzubrüoder und de nit nur bim Schiessu, sondern öi bim Jassu. Lüüt isch äs glägentli im Schitzuhüs. Und öi z’Sunntagabunda bim Troggu mit dum Guschtav, schinum Schwiegervatter wird’s hienta hitzig. Was är macht, macht är mit Härz und Liduschaft.

Im Läbe vom Papa gitts öi schweri Momentä. So verliert är schis gliebti Anni mit 55 Jahr und 2017 stirbt schin Botsch, der Markus in Australiu und nur a Wocha speter d’Marianne. Der tiefi Glöibo gitt ihm Halt, dischi schweru Schicksalschläg a’znäh.

Das z‘ Läbu im Elter schwieriger wird, hett inu, inne letschtu paar Jahr bischäftigt. Derzüo isch, uber 33 Jahr, di lengi Ziit nach schinum Anni cho. Villmal hett är gseit: „der liebi Gott hett mi woll vergässsu“. Üsgrächnot bim Tanzu im Altersheim z’Ried-Brig, bi eppisum, wan är ver z’Läbe gäru macht, stitzter. Nach duma einfache Schnochubruch mit Komplikationen hett de Herrgott erbarmu mit immu und holt no zu schich.

Papa, wier säge dir danke ver alles.