Wenn ein/e Angehörige/r stirbt, ist die Bestattung Ihrer Wahl diejenige, die sich um die komplizierten Abläufe kümmert. Jener Teil, der mit der Verabschiedung zu tun hat, das Begräbnis, wird nach wie vor von Priester geleitet.

Damit das Begräbnis eine gute Möglichkeit für den Abschied werden kann, ist es ratsam sich mit dem Begräbnisvorsteher zuvor zu treffen. Die Bestattung informiert unsere Pfarre über den Todesfall Ihres/r Angehörigen, wir geben der Bestattung schließlich Bescheid, ob einer unserer Seelsorger an dem betreffenden Termin vorstehen kann. Auf diese Weise kommt der Kontakt zwischen Ihnen und dem Begräbnisleiter zustande.

Vor der Besprechung zum Begräbnis ist es sehr hilfreich, wenn Sie einen kurzen Lebenslauf des/der Verstorbenen anfertigen.

2020

✞ Mechtildis Stoffel-Studer (21.12.2019)

Am Himmel erstrahlt uns ein Hoffnungsstern,  ein heller Schein, der alles nun gewendet, von unserm Leben war dieser Stern ein Stück, sanft und lächelnd, hat er warme Strahlen uns gesendet, Und immer wieder dein liebes Bild - wir senden dankbar unseren Blick zurück.

 -                  Grossmutter Mechtildis wurde am 1.Juni 1925 in Visperterminen geboren; Als jüngstes von 8 Kindern der Aloisia und des Ernest Studer.

 -                  Schon mit 2 Jahren verlor sie ihren Vater, dennoch durfte sie eine glückliche Jugendzeit mit ihren Geschwistern verbringen. Nach der obligatorischen Schulzeit in Visperterminen musste sie schon früh Verantwortung im elterlichen Landwirtschaftsbetrieb übernehmen.

-                  Nach dem Eintritt ihrer Schwester Gertrud ins Kloster, übernahm sie noch zusätzliche Aufgaben in Haus und Stall.

-                  Am 27.4.1952 vermählte sie sich mit Andreas Stoffel des Augustin und der Adelina. Dieser Ehe wurden 6 Kinder geschenkt: Eliane, Cecilia, Andrea, Norbert, Amalia und Cordula.

-                  Viel Freude bereiteten Grossmutter der Besuch der 13 Enkel- und 10 Urenkelkinder.

-                  Ihr grosses Hobby die Handarbeit übte sie mit Geschick und viel Können aus. Die selbstgestrickten Strümpfe zu Weihnachten werden wir sehr vermissen.

-                  Mechtildis liebte die Gemeinschaft und traf sich regelmässig mit ihren Troggerkolleginnen zum gemütlichen Zusammensein. Auch am Singen fand sie Gefallen und war mit Stolz Ehrenmitglied des gemischten Chors.

-                  Die Lieblingsorte waren ohne jeden Zweifel Unterstalden, Bodmen und die Obru Site, wo sie  viele schöne Stunden mit den Ihren  verbrachte. Hier war sie zu Hause und wie sie sagte: in den Siten dem Himmel so nah. Dass sie hier glücklich war, erinnert das Kreuz, das sie mit Grossvater Andreas mühsam in die oberen Siten getragen und aufgestellt haben.

-                  Der 27. April 2002 war für Grossmutter ein ganz besonderer Tag, da sie zusammen mit Ihrem Bruder Sigisbert die Goldene Hochzeit und gleichzeitig mit Bruder Pfarrer Studer Valentin das Goldene Priesterjubiläum feiern konnte.

Im Jahr 2012 feierte sie mit ihrem Gatten Andreas im Kreise ihrer Familie noch die Diamantene Hochzeit. Leider verlor sie ihren geliebten Gatten Andreas noch im selben Jahr.

Danach verbrachte Grossmutter noch 4 Jahre alleine in ihrem Zuhause, bis der Gesundheitszustand  es nicht mehr erlaubte. Im Mai 2017 fand sie im Alters- und Pflegeheim Hengert ihr neues Zuhause. Hier schätzte sie die Gesellschaft und Pflege und war stets zufrieden und sehr dankbar.

-                  Am Samstag den 21. 12. verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand zunehmends. Nach einem reich erfüllten Leben durfte sie nun das grosse Weihnachtswunder erfahren.

Mit ihr verlieren wir eine liebenswerte und geliebte Mutter, Gross- und Urgrossmutter.

Wir sind dankbar, dass wir Sie solange bei uns haben durften.

Und schon leuchten sie ganz hell, die goldenen Erinnerungsterne.

all deine Sterne, die unsere Seele stets so erfreuten,

all deine Sterne, die uns das Hoffen lernten,

Licht und Liebe in unsere Seelen streuten.

Ein Stern, der heller scheint als Licht,

dir ein grosses Weihnachts-Wunder nun verspricht.