In memoriam

Wenn ein/e Angehörige/r stirbt, ist die Bestattung Ihrer Wahl diejenige, die sich um die komplizierten Abläufe kümmert. Jener Teil, der mit der Verabschiedung zu tun hat, das Begräbnis, wird nach wie vor von Priester geleitet.

Damit das Begräbnis eine gute Möglichkeit für den Abschied werden kann, ist es ratsam sich mit dem Begräbnisvorsteher zuvor zu treffen. Die Bestattung informiert unsere Pfarre über den Todesfall Ihres/r Angehörigen, wir geben der Bestattung schließlich Bescheid, ob einer unserer Seelsorger an dem betreffenden Termin vorstehen kann. Auf diese Weise kommt der Kontakt zwischen Ihnen und dem Begräbnisleiter zustande.

Vor der Besprechung zum Begräbnis ist es sehr hilfreich, wenn Sie einen kurzen Lebenslauf des/der Verstorbenen anfertigen.

2018

Therese Vomsattel (20. Oktober 2018)

Unsere liebe Oma Therse erblickte am 19.01.1929 als 2 Kind von Fides und Matthäus Zimmermann in Visperterminen das Licht der Welt. zusammen mit ihren fünf Geschwistern erlebte sie eine strenge, aber wohlbehütete und glückliche Kindheit.

Im Jahr 1956 heiratete sie Kamil Vomsattel. Gemeinsam gründeten Sie eine Familie und schenkten vier Kindern das Leben. Für sie war Oma stets eine fürsorgliche, grosszügige und liebvolle Mutter.

Ein hartes Schicksal war sicher der Tod ihrer ersten Tochter Cornelia im Jahr 1968.

Die Jahre folgen vorüber. Die Kinder verliessen das elterliche Heim und gingen ihre eigenen Wege. Grosse Freude bereiteten ihr ihre sechs Enkelkinder: Raphael, Stefanie, Dominic, Angelina, Tanja und Sarah.

Oma hat immer sehr viel gearbeitet. Neben der Betreuung ihrer Kinder betrieb sie fast im Alleingang eine kleine Landwirtschaft mit zwei Kühen und vielen Gärten.

Mit viel Herzblut und Engagement hegte und pflegte Sie ihre Gärten und Äcker die im ganzen Gemeindegebiet verstreut waren. Wir Enkelkinder durften sie manchmal bei ihrer Arbeit begleiten, wenn sie uns auf ihrem 14-Töffli mitnahm. Haben wir Oma besucht, hiess es beim Abschied immer: Habt ihr noch Kartoffel und Gemüse? Was kann ich euch noch mitgeben? Mit leeren Händen gigen wir nie heim.

In bester Erinnerung sind uns Omas Kochkünste. In den Reben gab es immer ihr berüchtigter Wiikaffe. An Weihnachten verschenkte sie allen selbstgemachte Pralinés, die nicht alt wurden. Und zur Fastnachtszeit freuten wir uns auf ihre Chruchtole und Brätzle.

Mit viel Liebe scheiderte Sie Schürzen, strickte taschenweise Kinderkleider für Hilfswerke in Indien und Rumänien und auch wir konnten uns Stümpfe und Socken (Pantoffel) in allen Varianten wünschen.

Der morgendliche Messbesuch und das tägliche Rosenkranzgebet mit Schwägerin Martha hatten einen fixen Platz im Tagesablauf.

Selbst im fortgeschrittenen Alter hat sie für sich selbst und Kamil gesorgt und war sehr oft in den Reben oder den Bitzinen anzutreffen. In den Bitzinen war sie nach dem Tod von Opa im Jahre 2016 besonders gerne. Hier bin ich Kamil am nächsten, meinte Sie letzthin.

In der Nacht vom Samstag auf den Sonntag ist sie in ihrer geliebten Wohnung in Folge eines Brandes gestorben.

Sagtest du selber bei einer Folge der Sendung SRF bi de Lüet:

Jeder muss sterben ob gross oder klein, arm oder reich, Bischoff oder Papst, jeder muss einmal gehen.

und nun bist auch du gegangen. Grossmama Dank für alles. Wir vergessen dich nie.

Alois Burgener (15. Oktober 2018)

 

Wisi ist am 04. Januar 1945 als viertes Kind von Martina und Josef Burgener-Summermatter in Visperterminen geboren. Mit seiner Schwester und seinen 6 Brüdern verbrachte er seine Kindheit hier in Visperteminen und unterstütze seine Eltern in der Landwirtschaft. Mit 17 fand er eine Anstellung bei der Bauunternehmung Stoffel AG wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2006 in verschiedenen Funktionen tätig war.

 

Im Jahr 1967 lernte er Angelika Julier aus Ausserbinn kennen und lieben welche er am 05. September 1970 heiratete. Aus der Ehe entsprangen die 3 Kinder: Manuela, Rinaldo und Helmut. Die Familie war für Wisi immer das Wichtigste und er war ein herzensguter Vater und Ehemann. Das gemütliche Beisammensein mit seiner Familie und seinen vier Enkelkinder Joëlle, Pascal, Fabrice und Enya bereiteten ihm immer immense Freude und er genoss die Zeit mit ihnen sehr.    

 

Er liebte die Natur und die Berge über alles. Wenn immer möglich spazierte und wanderte er in der Umgebung von Visperterminen, auf dem Giw und „Bärg“ oder an anderen schönen Orte in den Walliser Alpen. Im Winter war er immer auf dem Giw anzutreffen. Sei es indem er während „Winterpause auf dem Bau“ für die Giw AG die Pisten bereitstellte oder dann selber seine Schwünge als begnadeter Skifahrer im Schnee zog. Auch für einen „Jass in seinen verschiedenen Formen“ mit seinen Freunden und Bekannten war er immer zu haben, was er sehr genoss. 

 

Insbesondere nach seiner Pensionierung im Jahr 2006 nutze er jede Gelegenheit sich in der Natur zu bewegen, Berge zu besteigen aber auch ruhige Momente „ufum Harnischbiel“ oder in der „Waldkapelle“ zu geniessen. Es war im sehr wichtig einmal im Jahr mit Angelika eine Reise ins Ausland zu unternehmen., über welche er dann immer viel erzählen wusste. Insbesondere die Reise im Jahr 2011 in den Westen Kanadas und durch die USA liess ihn noch Jahre danach schwärmen.  

 

Mit zunehmendem Alter musste Wisi lernen mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen umzugehen. Am 23. Februar 2018 machte er wie üblich einen Spaziergang. Dabei zog er sich bei einem Sturze einen Oberschenkelbruch zu. Während seiner Pflege im Spital Brig stütze er zweites Mal und sein Oberschenkel brach wiederum. Von diesem Sturz erholte er sich nicht mehr.

 

Im Alters- und Pflegeheim Visperterminen durfte Wisi seine letzten Monate verbringen und die am 21. September 2018 eingefangene Lungenentzündung konnte sein geschwächter Körper nicht mehr verkraften. Am 15. Oktober 18 10h30 schloss Wisi seine Augen für immer.

Amanda ZImmermann-Briggeler (1. September 2018)

 

Amand wurde am 4. Januar 1929 der Eltern Florentin und Luisa Briggeler-Bumann als 5. Kind in die Wiege gelegt. 2 Kinder sind bereits im jungen Alter und bei der Geburt gestorben. Die Familie lebte ein karges Leben im „Sattelti“ und in de „Chuminu“. Für Amanda waren ihre Eltern und die Geschwister immer sehr wichtig, und sie pflegte auch nach dem Tod der geliebten Eltern (Vater Florentin 1957 und Mutter 1959) immer intensiven Kontakt mit ihnen.

 

Nach der obligatorischen Schulpflicht in Visperterminen arbeitete sie als junges Mächden während den Kriegsjahren in einer Metzgerei in Fribourg. Danach war sie Hausmädchen bei der Familie Schaller in Zermatt. Im Jungen Alter von 18 Jahren vermählte sie sich im September 1947 mit Lukas Zimmermann. Die glückliche Ehe entsprossen 9 Kinder: Leonhard, Berndette, Leander, Arthur, Annelise, Orlando, Gerda, Annerose und Gaston. Heute können 2 ihrer Söhne krankheitsbedingt nicht an ihrer Beerdigung sein… Leonard und Arthur.

 

Zusammen mit ihrem Mann Lukas betrieb Amanda eine kleine Landwirtschaft um die grosse Familie zu ernähren. Es ist unseren Eltern auch gelungen, uns Kindern hat es an nichts gefehlt. Wo so viele Kinder sind bleiben auch die Schicksalsschläge nicht aus..

 

Am 2. März 1985 als ihr Schwiegersohn Marcel mit ihrem 1. Grosskind Gaston bei einem tragischen Lawinenunglück um`s Leben kamen, brach für Amanda eine Welt zusammen, aber sie hat es ertragen und alle ermahnt: Betet und helft eurer Schwestern Bernadette, sie und ihre Kinder brauchen euch jetzt, haltet zusammen. Familie is das Wichtigste.

 

Bereit 1989 schlug das Schicksal erneut zu… ihr geliebter Ehemann Lukas verstarb unerwartet an einem Herzversagen. Und aller Schmer war gross aber auch da Amanda unsere Familie zusammengehalten. Sie hat die Landwirtschaft weitergeführt, sie war stark.  Das Leben von Amanda war weiss Gott nicht einfach… unzählige Operationen und Spitalaufenthalte hat sie überstanden.

 

Sie pflegte immer zu sagen: Man muss sich die Zeit nehmen um zu beten, denn wenn man krank ist, ist es zu spät, dann kann man nicht mehr beten. So besuchte sie wann immer es ging die hl. Messe. An ihrem Bett stand immer eine Mutter Gottes Statue und ihr so geliebter Rosenkranz, den sie jeden Abend betete. 3 mal hat sie eine Pilgerfahrt nach Lourdes gemacht. Auch das Weihwasser durfte nicht fehlen, welches sie jeden Abend in alle Himmelsrichtungen schickte... für uns Kinder alle. So gingen die Jahre dahin, und Amanda lebte in ihrem Heim in Niederhäusern, zusammen mit ihrem Sohn Arthur.

 

Schleichend kam dann ihre Demenzerkrankung. Arthur hat für sie gesorgt, gekocht und geschaut, dass sie ihre Medikamente nimmt. Als es Zuhause nicht mehr ging, nehmen Tochter Annelise und Schwiegersohn Reinhard Amanda in ihrem Heim in Visp auf während 2 Jahren. Dafür sie ihnen von ganzem herzen gedankt. Aber die Krankheit schritt weiter voran und so mussten wir Mama am 06. Juli 2013 schweren Herzens in`s Pflegeheim St. Paul in Visp bringen. Dort wurde sie bestens betreut, und sie konnte jeden tag die hl. Messe besuchen. Sie hat viel gebetet und ihre Jauchzer werden uns un allen im Heim sicher immer in guter Erinnerung bleiben.

 

Am 14. Dezember 2014 verstarb nach langer, schwerer Krankheit jedoch unerwartet rasch ihre Tochter Bernadette. Amanda hat das trotz vorgeschrittener Krankheit verstanden und sie flehte uns an: bitte holt mich, ich will zur Beerdigung von meiner Tochter, das ist das Letzte was ich für sie tun kann. Sie nahm an der Beerdigung teil und konnte sich von Bernadette verabschieden. In ihrer Art stets Haltung zu bewahren, zu beten, und zu akzeptieren was nicht mehr zu ändern ist.

 

Einfach eine starke Frau mit grossen Glauben und einem Herz voller liebe. Besonders getroffen haben uns auch ihre unendliche Sehnsucht nach ihren verstorbenen Eltern, immer hat sie nach ihnen gefragt und meinte: ich muss zu ihnen, ich muss ihnen helften, geht es Vater und Mutter gut. In all den Jahren war ihr und uns, Dr. Studer eine grose Stütze. Unermüdlich und jederzeit war er für sie und für uns da. Bis zuletzt hat sie ihn immer erkannt. Dafür möchten wir uns von Herzen bedanken.

 

Am 01. September um 14:30 hat der liebe Gott sie dann bei ihrem Namen gerufen und zu sich geholt. Ganz still und bescheiden so wie sie ihr ganzes Leben gelebt hat, ist sie sanft entschlafen. Mama wir danken dir für alles, deine Liebe, deine Güte, deine unermüdliche Arbeit für uns alle. Mögest du jetzt dort sein, wo deine Lieben, die du so schmerzlich auf Erden vermisst hast. Ruhe sanft, in unseren Herzen lebst du weiter.

 

Danke liebes Mutterherz. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei aber die Liebe ist das Grösste unter ihnen.

 


Anton Burgener (27. August 2018)

Anton Burgener wurde seinen Eltern Burgener Josef und Martina, geb. Summermatter, am 9.2.1949 als 6. Kind, geschenkt.

Getrennt von seinen Geschwistern, 6, Brüdern und 1 Schwester, wuchs er bei seinen zwei ledigen Tanten, Emma und Adelheid auf, und half dort, wie damals üblich, tatkräftig in der Landwirtschaft mit.

Nacht der obligatorischen Schulzeit fand er Arbeit bei der heimischen Baufirma Stoffel Josef.

Durch seine Liebe zur Natur verbrachte er mehrere Sommer als Hirt im Nanztal. Dort lernte er seine Frau Elise, geb. Zeiter kennen und lieben, worauf im Jahr 1978 die Hochzeit folgte. Die Ehe jedoch blieb leider Kinderlos.

Es folgten einige Jahre Arbeit bei der Giw AG, später dann fand er eine Anstellung bei der Matterhorn-Gotthard-Bahn, wo er bis zu seiner Pensionierung tätig war.

Anton war zeitlebens ein naturverbundener Mensch; er liebte Bergwanderungen und Spaziergänge und war im Winter oft beim Skifahren anzutreffen.

Nach der Pensionierung machten sich vermehrt kleinere und größere Erkrankungen bemerkbar, welche immer wieder Arztbesuche nötig machten und zuletzt nun einen Spitalaufenthalt. Von dieser Erkrankung konnte er sich nicht mehr erholen und verstarb, im Beisein seiner Frau, am Morgen des 27. August 2018.

Möge er nun Frieden finden bei seinem Schöpfer.

 


Benjamin Kreuzer (26. Juli 2018)

Unser Vater und Grossvater Benjamin wurde am 13. April 1930, als 1. Kind von Leo und Katharina, hier in Visperterminen geboren. Mit seinen Geschwistern Josef, Philibert, Anton und Marie verbrachte er eine glückliche Kindheit.

Schon früh half er seinen Eltern und seinem Getti Peter in der Landwirtschaft. Später war er unter anderem im Nanztal, auf dem Rosswald und im Kandergrund als Hirt tätig. In einer Baufirma in Visp arbeitete er eine zeitlang, da er Interesse am Baugewerbe hatte.

An einem Gemeindetanz lernte er seine Frau Adelheid näher kennen und lieben. Sie heirateten im Jahr 1960. Ihnen wurden 5 Kinder geschenkt: Erhard, Susanne, Andreas, Rosina und Liliane.

Zu dieser Zeit gründete er mit seinem Bruder Philibert die Schreinerei Gebrüder Kreuzer in Visperterminen, wo er als Schreiner bis zu seiner Pension arbeitete. Mit grosser Freude baute er das Chalet in der Gärsteruheji, die ihm sein Leben lang sehr am Herzen lag. Hier verbrachte er mit seiner Familie viele schöne Momente und beobachtete Wildtiere, wann immer er Zeit hatte.

In seiner Freizeit engagierte er sich über 30 Jahre lang im Tambouren- und Pfeifferverein. Auch die Anlässe der Schützenzunft besuchte er regelmässig mit Begeisterung. Die Reben, seine Obstbäume und zuletzt die Rosen waren seine grösste Leidenschaft. Hier verbrachte er viele Tage und Stunden bis ins hohe Alter. Er hatte grosse Freude an seinen Enkelkindern und zeigte ihnen gerne wie die Reben geschnitten werden und sogar das ,,Zwiju" von Obstbäumen.

Ein grosser Einschnitt in sein Leben war, als seine Frau Adelheid krank wurde und schliesslich ins Altersheim musste. Die täglichen Besuche bedeuteten ihm viel und liess ihre Liebe zueinander wachsen. Der Tod von Adelheid im Jahr 2013 hinterliess bei Benjamin eine grosse Leere. In der folgenden Zeit musste er zudem Abschied nehmen von seinem Enkel Andrej, seinen Brüdern Philibert und Josef, seinem Schwager Adolf und Freunden.

Im Herbst 2016 erkrankte Benjamin an akuter Leukämie. Diese Krankheit nahm ihm seine Lebenskraft und Freude, da er seiner Arbeit in den Reben nicht mehr nachgehen konnte. Es fiel ihm nicht leicht sein Zuhause zu verlassen und ins Altersheim zu ziehen. Mit der Zeit lernte er mit dieser neuen Situation umzugehen.

Nach einem Sturz wurde er im Spital operiert und starb am 26. Juli an den Folgen seiner Krankheit.

Die Familie bedankt sich für die gute Betreuung im Altersheim , die zahlreichen Besuche, die Fahrdienste und die Begleitung in den Spitälern Visp und Brig.


Adolf Zimmermann (1. Juni 2018)

Als das jüngste von 8 Kindern wurde Adi am 10. November 1936 hier in Visperterminen geboren. Wie damals oft üblich, hatte der jüngste Spross der Familie den Job des «Hirtji» auszuüben. So war es auch bei Adi; von Kind auf war er für die Pflege der Tiere zuständig. Er half auf dem Feld, im Garten und in den Reben. Schwere Schicksalsschläge hatte Adi in jungen Jahren zu erdulden, verlor er doch mit 10 Jahren seine Schwester Katarina, mit 16 Jahren seinen Vater und bereits mit 24 Jahren seine Mutter. Als sein älterer Bruder Leander sich mit Alina verheiratete, fand Adi hier ein neues Zuhause. Zeitlebens war er den beiden dafür dankbar.

Nach der Schulzeit absolvierte Adi die Lehre zum Schreiner in Visp. Viele Jahre arbeitete er bei der Firma Schnydrig und wechselte dann zur Getaz Romang SA als Küchenmonteur, wo er über 30 Jahre arbeitete. Als äusserst flinken und versierten Berufsmann war er im ganzen Oberwallis auf Montage anzutreffen. So kam es vor, dass vor Saisonbeginn an Weihnachten Adi seine damals 4-köpfige Familie packte und kurzzeitig in Zermatt wohnte, wo es viele Aufträge zu erledigen galt.

Am 15. April 1963 heiratete er seine Marianne in der Waldkapelle. Die Frau mit der er insgesamt 62 Jahre seines Lebens teilte. Gemeinsam durften sie ihr 25-igstes und im Jahr 2013 ihr 50-igstes Hochzeitsjubiläum feiern. Ihnen wurden vier Kinder geschenkt; Edgar, Donald, Mariel und Achim. An seinen 11 Enkelkindern hatte Adi riesige Freude. Selten hörte man ein böses Wort von ihm. Laut wurde Adi auch dann nicht, wenn «gfratzot und Seich» gemacht wurde.

Holz war seine Passion. Zur Taufe, zur 1. Hl. Kommunion oder zur Firmung erhielt jedes Enkelkind von ihm einen eigenen Stuhl, ein Kreuz, eine Schatztruhe und auf Wunsch auch eine Kugelbahn oder eine Holzschleuder, die er in seiner kleinen Werkstatt selber herstellte. Immer wieder wurde er zu Reparaturarbeiten gerufen. Die Alphütten in den Bodmen und auf dem Giw waren seine Baustellen.

Traditionen und Kameradschaft waren Adi wichtig. Er war während vielen Jahren begeisterter B-Horn Spieler bei der Musikgesellschaft Gebüdemalp und ebenso leidenschaftlicher Schützenbruder. Zudem liebte er es, Tiere in der Natur zu beobachten. Oftmals ging er zur Dämmerstunde mit seinem Auto in sein geliebtes Bodmen, um dort Ausschau nach Gwild zu halten. Als in den vergangenen Jahren seine Mobilität stark eingeschränkt wurde, erfreute er sich am Beobachten von Vögeln in seinem Garten. 

Im März 2010 musste sich Adi einer Herzoperation unterziehen. Von dieser erholte er sich niemals vollständig. Dazu kamen in Verlaufe der Jahre weitere gesundheitliche Probleme, die ihn immer mehr ans Haus fesselten und aufopfernde Pflege seiner Marianne bedurften.

Stets war er dankbar für die vielen Besuche. Er beklagte sich nie. Geduldig ertrug er diese Prüfungen. Letzen Freitagabend wurde er im Beisein seiner Familien erlöst. Nun wird Adi seinen Kirchturm, den er zeitlebens im Blickfeld haben wollte, von oben herab betrachten können.


Paul Heinzmann (15. April 2018)

Paul Heinzmann 1st am 24. Februar 1938 als erstes von sieben Geschwistern der Familie Emma und Kaspar Heinzmann in Visperterminen geboren. Seine Jugendjahre verbrachte Pauli - wie er von alien genannt wurde - im Dorf, wo er auch die Primarschule besuchte.
Nach der Schule absolvierte er die Lehre als Schlosser. Danach arbeitete er einige Jahre bel der Firma Explosiv in Gamsen. Spater wechselte er zur Baufirma Ulrich Imboden wo er mit 31 Jahren einen tragischen Arbeitsunfall erlitt. Nach dem tinfall bekam er eine Beschäftigung in der Behindertenwerkstatt in Bitsch und in Steg.
Am 1. Mal 1966 heiratete Pauli Elsa Stoffel und am 22. August 1968 kam seine Tochter Lotty zur Welt. Zu semen Hobbys gehorten in jungen Jahren die Musikgesellschaft Gebudemalp, die Jager und Schafer und auch das Skifahren. Er war auch GrUndungsmitglied der GIW AG.
Trotz seiner Beeinträchtigung war er nach seinem Unfall vie[ mit Freunden und alleine unterwegs, war in seinem Keller in den Unterstalden oder in semen Bäumen im Kapitol. Zusammen mit seiner Familie war er auch immer wieder im Garten oder in den Reben und hat viele Zentner Trauben aus dem Rebberg getragen.
In all den Jahren nach seinem Unfall hat ihn seine Schwester Fides bei sich und ihrer Familie zuhause betreut und gepflegt. All seine Geschwister danken Fides sehr für ihre aufopfernde Arbeit.
Nach einem Unfall am 21. Oktober 2017 musste Pauli hospitalisiert werden. Seit dem 26. Februar war er im Alters- und Pflegeheim Hengert wo er am 15. April 2018 friedlich eingeschlafen ist. Seine Familie bedankt sich von ganzem Herzen beim ganzen Personal und bei Dr. Peter Studer für die herzliche und respektvolle Pflege und Betreuung.


Lina Gottsponer (13. März 2018)

Meine Grossmutter Lina wurde am 21. August 1942 als Tochter des Josef-Marie und der Mathilde Heinzmann in Visperterminen geboren. Schon im Alter von zweieinhalb Jahren holte das kinderlose Ehepaar Josef und Marie Gottsponer im Moorachru ab. Dass kinderlose Ehepaare andere Kinder aus der Verwandschaft aufnahmen, war gang und gäbe. Mit ihren Pflegeeltern Schosef, den sie immer liebevoll "Etro Schosef" nannte und immer hoch achtete und bei Gott Marie erlebte sie eine schöne Kindheit.

Sie besuchte die Primarschule und war dann beim Virchafahru mit dem Vieh vor allem in den Bitzinen, in Uterbrunnen und in den Mettelmatten. Lina verbrachte das ganze Leben in Visperterminen und die oft harte Arbeit in der Landwirtschaft prägte ihren Alltag. 50 Jahre hat sie das Vieh besorgt, weilte im Sommer oft als Alphirtin und Melkerin in Tärbinernanz. Hirtu, hewu, wässeru, meju- das konnte sie gut.

Am 21. Mai 1967 vermählte sie sich mit Hans Gottsponer, der in das Haus von Etro Schosef und Gotta Marie einzog. Dem Ehepaar wurde 5 Kinder geboren; Peter, Mario, Adeline, Norbert und Michael. Die Landwirtschaft, die Arbeit in Feld und Stall prägte das Leben von LIna und Hans. Eine grosse Erleichterung für lina war der Kauf eines Töffs, mit dem sie im weitverstreuten landwirtschaftlichen Gebiet beim Wässern von einem Ort zu anderen fahren konnt. Wer erinnert sich nicht im Dorf an die sonst ehe ängstliche Lina, die immer auf der rechten SEite der Strasse fahrend, das Töff-Fahren erstauntlich gut meisterte.

Lina hatte grosse Freude an ihren 6 Grosskindern. Wenn sie auf Besuch kamen, war sie nicht wiederzuerkennen und konnte herzhaft lachen. Auch bei den Jahrgängertreffen konnte sie auftauen und war einem Tänzchen nicht abgeneigt. Am 21. Mai 2017 konnten Lina und Hans mit ihren Kindern und Grosskindern goldene Hochzeit feiern. Da war Lina glücklich und zufrieden. 2011 erkrankte Grossmutter an Grippe, wurde dann zunehmend gebrechlicher. Sie weilte dann 11/2 Jahre im Alters- unf Pflegeheim Hengert. Nach mehreren Spitalaufenthalten kehrte sie 2015 in die eigene Wohnung zurück und wurde während den letzten Jahren liebevoll von Grossvater Hans und mit Hilfe der Spitex gepflegt. Ich möchte Grossvater Hans im Namen aller herzlich Vergelt`s Gott sagen für seine Dienste rund um die Uhr und in diesen Dank auch die Spitexfrauen einschliessen.

Vor drei Wochen verschlechterte sich der Gesundheitszustand meiner Grossmutter. Sie weilte drei Wochen im Spital in Brig, wurde dann anfangs der Woche nach Visp verlegt, wo sie in Beisein der ganzen Familie starb. Lina hat auch auf Adeline gewartet und als sie kam und sagte "Tschau Mama", konnte Lina ruhig ins Paradies aufbrechen.

Das Leben meiner Grossmutter Lina war Arbeit und Gebet. Die Reise nach Lourdes war wohl ihre grösste Reise. Nachdem das "Gangwärch" es ihr nicht mehr erlaubte der Arbeit im Stall nachzugehen, zog sie sich noch mehr zurück. Sie freute sich auf die wöchentliche Kommunion, feierte die Messe jeweils am Fernsehen, strckte Strüpfe. Sie war bescheiden und liebete die Stille.

Jetzt wird es noch stiller werden im Bidjiplatz. Wir hoffen, dass unsere Grossmutter den ewigen Lohn im Himmel empfangen hat und wünschen Grossvater viel Mut und Kraft im Leben ohne Grossmutter.


Domherr Josef Zimmermann (5. Januar 2018)

Josef Zimmermann wurde am 7. März 1939 als Sohn des Julius und der Augusta Zimmermann im «Chleinu Derfji» in Visperterminen geboren. Zur Primarschule ging er in Visperterminen. Als Student im Kollegium Brig kehrte er in den freien Tagen oft heim, um seinen sieben Schwestern in der Landwirtschaft zu helfen. Nach dem Theologiestudium im Priesterseminar in Sitten empfing er am 18. Juni 1967 die Priesterweihe. Primiz durfte er zusammen mit seinem Cousin Hubert Zimmermann am 2. Juli 1967 in Visperterminen feiern.

 

Als Rektor wirkte er 12 Jahre in der Mauritiuspfarrei in Naters und wurde dann Pfarrer in Saas-Grund. Nachdem er 11 Jahre im Saastal  tätig war kehrte er für kurze Zeit nach Naters zurück.

Kardinal Heinrich Schwery ernannte ihn im Juni 1991 zum Bischofsvikar für das Oberwallis und im September 1991 zum Domherrn von Sitten. Von 1995-2010 war er Generalvikar für das Oberwallis. Sein «Geistlicher Vater» Johannes Werlen sagte, dass Josi das ganze Oberwallis in Sitten vertreten habe, sodass alle gerne auch nach Sitten kamen.

Bis 2010 stand er im Dienst des Bistums Sitten und arbeitete bis zu seinem 75. Lebensjahr als Auxiliar in der Pfarrei Naters. In den letzten Jahren war Josi geistiger Begleiter auf zahlreichen Wallfahrten.  Er machte alles mit viel Leidenschaft und Freude und «Nein» sagen konnte er nicht gut.

Josi war ein froher und geselliger Mensch. Er liebte das Beisammensein und die sozialen Kontakte. Er war ein Naturfreund und liebte die Berge. Viele Jahre wanderte er mit der Gruppe von Theres und Richard durch die Alpen.

Und dann ist da noch der Jubilar, der am letzten Segensonntag mit seiner grossen Familie sein goldenes Priesterjubiläum feiern durfte. Er hat uns reichlich beschenkt mit Speis und Trank und mit einem wunderbaren Familienalbum. Niemand dachte aber, dass dieses Jubiläumsfest gleichzeitig auch sein Abschiedsfest sein sollte.

Kurze Zeit danach machten sich die ersten Anzeichen seiner schweren Erkrankung bemerkbar. Josi hatte Krebs. Seine körperlichen Beschwerden wurden zusehends grösser.

Josi ist am Vorabend des Heiligen Dreikönigsfestes sanft entschlafen und durfte Jesus im Licht begegnen.

Wir sind traurig einen so wertvollen Menschen zu verlieren. Für die Familien seiner Schwestern war er wie ein Fels in der Brandung. Lieber Josi wir sagen dir Vergelt’s Gott für deine Güte, dein Verständnis, deine Herzlichkeit, für deine Hilfe und deine Liebe!

Deine Familien


Otto Zimmermann ( 10. Januar 2018)

Der Otto isch am 29. November 1934 als 4. Chind vader Fides und vam Matee giboru.

Nader Scel heder zerscht as paar Jahr ner Landwirtschaft mitgholfu. Nacher hets der Otto ver an Ziit ind Üsserschwiiz gizogu, waner in Zürich und St.Gallu als Uberland-Chauffeur gschafft het. D lengi Ziit, d Liebi zer Natür und zer Rosmarie, hentno wieder zrug ind Heimat gizogu.

1965 hentsch gheiratot und mitenand drii Chind vercho. Z Arlette, der Heinz und di Katja.

18 Jahr lang heder bim Imbodi als Uberland-Chauffeur gschafft, und speter bis zer Pensionierig iner Lonza.

Näbs dum Schaffu isch der Otto sehr viel üss vorna gsii. Siigs ine Räbu, im Schiesstand oder ne Chummu im Gärtji. Nit z'vergässu z'Schaaf hietu mim Sigi ufum Bärg – vorna ischer eifach am liebschtu gsi. Und eppis z'tüo hets immer miessu gäh. So siiwer küüm as Wuchunänd ner Alpa gsi, wa wier Enkelchind nit mit immu ine Waald sii ga holzu – gnüog Holz het mu irgendwie nie chännu hä.

Apropos Waald. Pilzu. En Liiduschaft, wa wier alli iner Famili va immu geerbt hei. Aber wenner de gmerkt, dasswer lengeri stercher chume, hedernisch de nimme alli Platzjini wellu zeichu. Was wier aber nit geerbt hei, isch schiis Gsangstalänt. 38 Jahr heder mit Bigeischtrig im gmischtu Chor als Tenoor mitgsungu.

Im Februar 2013 ischer nachuma Spaziergang uf dum Parkplatz näbs dum Bähnli ufum iisch üsgrutscht. Wägs dem Sturz het är schich Verletzige züegizogu, va dene het är schich leider nimme so richtig chännu erholu. Und so het schich sit dem schiini körperlich Verfassig fescht verschlächtrut. Nach mehrere Spitalüfenthalta heder im Hengert en flotte Platz gfunu, waschmu liebevoll glotzet hent. Und darfer sii wier sehr dankbar.

Wier welle z'Otti, der Papa, der Grossvater, der Brüeder, der Kolleg, eifach iische Otto, gäru so in

Erinnrig bhaltu, wie vor es paar Jahr

 -     waner andre d Nusse us der Nuss-Schoggola üsagipiggt het

 -     waner immer no es zweits oder sogar es dritts Meringue user Tricka gnu het ver uf schiis Dessert

 -     waner stundelang uber schiine 1500-er Puzzle ghocket het

 -     waner iisch wennwer ufum Traktor ghocket hei ver ga z Hewu, en Schnotz um du Büüch gibunnu het

 -     waner iisch Chind lengine ufum Gameboy het la spielu wenn d Mama und der Papa mal nit daa sind gsi

 -     waner iisch im Chäller aalte Chees isch ga reichu

 -     waner iisch Enklchind im Summer mit frische Ämrich und Triibija gstopft het

 Danke Grossvater ver alles - dü bliibsch immer mit iisch!


Adrian Studer ( 1. Januar 2018)

Adrian wurde als zweites von neun Kindern von Margaretha und Siegfried Studer am 14.06.1948 in Visperterminen geboren. Die Kindheit in einer Grossfamilie hat Adrian furs Leben vorbereitet und gepragt, Schon früh lernte er, nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Verantwortung zu übernehmen.
Adrians grosses Interesse an unterschiedlichen Aufgaben erlaubten es ihm mehrere Ausbildungen abzuschliessen. Vom Postler zum Heizungsmonteur bis hin zum Heizungszeichner war all es dabei. Seine verschiedenen Ausbildungen und Tätigkeiten brachten ihn in die ganze Schweiz und in Kontakt mit den verschiedensten Leuten. So auch als er beim Austragen der Post in Grächen von einem Hund gebissen wurde. Jedoch zeigte aber auch diese Situation, dass Adrian das Herz stets am rechten Fleck hatte:  Denn nachdem die Post beschloss der Hundebesitzerin keine Briefe mehr auszutragen, fühlte Adrian für die altere Dame trotz Bisswunde Mitleid. Zuletzt fand er seinen Posten in der Lonza bis zu seiner Pensionierung.  Schon in den frühen Jahren hatte Adrian ein Auge auf Bertmunda geworfen und konnte sie auch mit seinem Charme für sich gewinnen. Die beiden heirateten am 16.05.1981 und bekamen darauf ihren ersten Sohn Daniel, gefolgt von Heinz und Claudio. Stets war er für seine Familie da. Er war ein loyaler und hilfsbereiter Ehemann, sowie ein liebevoller und fürsorglicher Vater und nicht zuletzt ein verzauberter Grossvater von seinem kleinen Sonnenschein Nahla.
Neben seiner Arbeit und seiner Familie liebte Adrian die Natur und alles um sie herurn, was diese mit sich bringt. Er war ein leidenschaftlicher Fischer, sammelte sehr gerne Pilze und liebte es Wild zu beobachten. Er kümmerte sich um den Garten, die Reben und genoss die Spaziergänge in die Barmüuhle. Ebenso schenkte er seiner Alphütte viel Zeit und Liebe zum Detail mit dem Umbau im Senntum. Obwohl Adrian gerne alleine in der Natur war und die Ruhe genoss, brachten ihm die Treffen mit seinen Freunden und Iahrgängern grosse Freude und gute Gespräche. Trotz seinem gesunden Lebensstil gehörte auch Adrian zu den Menschen, die an der Diagnose Krebs erkrankten. Nach einer schwierigen Operation kämpfte Adrian aber weiter und konnte noch ein paar Monate zuhause sein. Nachdem die Cherno-Therapie jedoch nicht anschlug, verschlechterte sich sein Zustand. Seinen geliebten Hobbies konnte er nicht mehr nachgehen. Er konnte sich nicht wie gewohnt mitteilen und war auch stark in seinem Ausdruck und in den Wortfindungen eingeschränkt, Am Schluss war auch seine rechte Korperhalfte von der Krankheit gezeichnet, was ihm sichtlich die Lebensfreude nahm. Trotz diesen Niederschlagen blieb Adrian stark. Doch zuletzt  musste auch er sich im Spital Brig helfen und pflegen lassen. Seine Familie und Freunde waren fur ihn da bis zu seinem letzten Atemzug. In diesem Kreise konnte Adrian, nach  einem muhsamen und schweren Weg, dann doch friedlich von uns gehen. Adrian war kein Mann der grossen Worte. Er zeigte jedoch seine Liebe in der Fürsorglichkeit und Taten für seine Liebsten.
Die Familie bedankt sich für die wertvolle Unterstutzung bei alien, die in dieser schweren Zeit für Adrian da waren.